Rec 4 – Apocalypse (2014)

rec4bd

Originaltitel: Rec 4 – Apocalypse
Regie: Jaume Balagueró
Drehbuch: Jaume Balagueró, Manu Diez
Kamera: Pablo Rosso
Musik: Arnau Bataller
Laufzeit: ca. 95 Minuten
Darsteller: Manuela Velasco, Paco Manzanedo, Hector Colome, Mariano Venancio, Ismael Fritschi, Críspulo Cabezas, Paco Obregón
Genre: Horror
Produktionsland: Spanien
FSK: ab 16 Jahren

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Die TV-Reporterin Angela Vidal wird aus dem abgeschotteten Gebäude der ersten beiden Teile befreit. Sie wird auf einen Öltanker gebracht, der völlig isoliert ist, um einen erneuten Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Dort soll Angela untersucht werden. Doch mit ihr ist leider der Schrecken an Bord gekommen …

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Nachdem ich vom dritten Teil der REC-Reihe wirklich sehr enttäuscht war (nachzulesen hier), stimmte mich der vierte Nachschlag dann doch wieder ein wenig milder. „Rec 4“ ist auch nicht das Gelbe vom Ei, wenn man ihn mit den ersten beiden Teilen vergleicht, aber dennoch ist es eine Entwicklung, die mir wieder bedeutend besser gefällt, als Paco Plazas Alleingang. Bei „Rec 4“ übernahm Jaume Balagueró wieder die Regie (dieses Mal alleine), was dem Film sichtlich gut tat.

Der Einstieg versetzt einen sofort wieder zurück in die ersten beiden Teile, denn man befindet sich wieder in jenem Haus, in dem der ganze Horror begann. Das lässt den Zuseher sofort wieder in die gute und spannende Stimmung fallen. Was mir außerdem besonders gut gefallen hat, war, wie die ersten beiden Teile und der dritte Teil stimmig in die Handlung des vierten Teils integriert wurden. Das war äußerst gelungen und glaubwürdig gemacht. Erfrischend ist, dass die Handlung auf ein abgeschottetes Schiff verlegt wurde und somit nicht langweilig oder abgekupfert von den ersten beiden Teilen wirkte.

Die erste Hälfte des Films wirkt etwas langweilig und es dauert eine Weile, bis das Ganze dann so richtig Fahrt aufnimmt. Aber gerade die ruhigen Stellen am Anfang haben mir gefallen. Was nicht heißen soll, dass mir die Attacken der Infizierten nicht gefallen hätten, aber aus meiner Sicht wurde dann gegen Ende hin einfach zu viel aufgedreht. Das hätte ruhiger und atmosphärischer wahrscheinlich eine weitaus größere Wirkung gehabt. Balagueró inszenierte teilweise Szenen, die mich an Peter Jacksons „Braindead“ oder „Armee der Finsternis“ erinnerten. Da war zu viel Blut und Splattergemetzel, wie ich finde.

Schauspielerisch und auch inszenatorisch kann man aber bei „Rec 4“ nicht meckern. Und auch die teilweise Rückbesinnung auf die Wurzeln der Serie verleiten mich zu einen weiteren Pluspunkt. „Rec 4“ ist sehenswert, übertrumpft Teil 3 bei Weitem, kann aber die Qualität der ersten beiden Filme leider nicht erreichen, obgleich eine stimmige Weiterführung der Handlung gelungen ist.

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Fazit: Besser als Teil 3 erreicht „Rec 4“ aber nicht die gruselige und beklemmende Atmosphäre der ersten beiden Teile. Dennoch sehenswert und überzeugend, wenngleich das Ende zu übertrieben blutig und splatterig auf mich wirkte.

© 2015 Wolfgang Brunner

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