Red Riding Hood – Unter dem Wolfsmond (2011)

Red_Riding_Hood

Originaltitel: Red Riding Hood
Regie: Catherine Hardwicke
Drehbuch: David Leslie Johnson
Kamera: Mandy Walker
Musik: Brian Reitzell, Alex Heffes
Laufzeit: 96 Minuten
Darsteller: Amanda Seyfried, Gary Oldman, Billy Burke, Shiloh Fernandez, Max Iron, Virginia Madsen, Lukas Haas, Julie Christie
Genre: Fantasy, Thriller
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Kanada
FSK: ab 12 Jahren

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Die hübsche Valerie liebt den Einzelgänger Peter, ist aber von ihren Eltern bereits dem wohlhabenden Henry versprochen. Valerie und Peter wollen ihre Liebe jedoch nicht aufgeben und planen eine Flucht. Doch dann wird Valeries Schwester von einem Werwolf getötet. Es stellt sich heraus, dass die Dorfbewohner jahrelang einer Bestie Tiere geopfert haben. Doch nun fordert der Werwolf anscheinend Menschenleben. Der Werwolfjäger Pater Solomon berichtet, dass sich der Werwolf tagsüber wohl in menschlicher Gestalt im Dorf aufhalte. Valerie bekommt eine schreckliche Vorahnung.

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Ich konnte anfangs durchaus etwas mit Catherine Hardwickes Teenie-Romanze mit Märchen- und Werwolf-Touch etwas anfangen. Vor allem die wunderschönen Bilder und die Kulissen, die zwar die meiste Zeit sehr künstlich wirkten, hatten es mir angetan. Das fand ich sehr schön anzusehen und ich habe mich nach den ersten zehn Minuten richtiggehend darauf gefreut, was mich noch erwarten würde. Zumal auch noch einer meiner Lieblingsschauspieler, nämlich Gary Oldman, in Erscheinung treten sollte. Aber genau mit der Präsenz eben jenes begann „Red Riding Hood“ mit jeder Minute mehr zu schwächeln.

Die zu Beginn noch einigermaßen attraktive Handlung (sofern man das Ganze eine Handlung nennen kann) wurde immer uninteressanter und platter. Die Charaktere haben von Einstellung zu Einstellung immer weniger Aufmerksamkeit in mir geweckt, bis es mir schließlich völlig egal war, was mit den Personen passierte. Gary Oldman spielt eine Rolle, die weit unter seinem Niveau ist. „Red Riding Hood“ ist einer der wenigen Filme, in denen mir Oldman nicht gefallen hat. Da ist die von Hardwicke inszenierte Twilight-Folge „Bis(s) zum Morgengrauen“ und vor allem ihr Regiedebüt „Dreizehn“ bedeutend besser ausgefallen.

Es dauerte nicht lange und die anfängliche Begeisterung der inszenierten Bilder schlug in Langeweile um. Schade, denn mit ein wenig mehr Handlung und dezenteren Zielgruppen-Plots hätte aus der Grimm’schen Märchenadaption sogar etwas werden können.

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Fazit: Schöne Bilder und (auch wenn künstlich wirkende) Kulissen, die aber das Handlungsdefizit nicht auffangen können. „Red Riding Hood“ stellt für mich einen Tiefpunkt in Gary Oldmans Karriere dar.

© 2015 Wolfgang Brunner

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