Poseidon (2006)

poseidon2006

Originaltitel: Poseidon
Regie: Wolfgang Petersen
Drehbuch: Mark Protosevich
nach dem Roman von Paul Gallico
Kamera: John Seale
Musik: Klaus Badelt
Laufzeit: 99 Minuten
Darsteller: Josh Lucas, Kurt Russell, Richard Dreyfuss, Jacinda Barrett, Jimmy Bennett, Emmy Rossum, Mike Vogel, Mía Maestro
Genre: Katastrophenfilm, Action
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 12 Jahren

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Das Passagierschiff „Poseidon“ wird durch eine 50 Meter hohe Riesenwelle erfasst und auf den Kopf gedreht. Die Überlebenden versuchen nun, von unten nach oben zur Rumpfunterseite des kieloben liegenden Wracks zu kommen, um in die Freiheit zu gelangen, bevor das stark beschädigte Schiff sinkt …

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Wolfgang Petersen mag wohl das Wasser. 😉
Nach seinem Welterfolg „Das Boot“ kehrte er neunzehn Jahre später mit „Der Sturm“ aufs Wasser zurück. Und dann, nach sechs weiteren Jahren, inszenierte er erneut ein Action-Drama auf dem Meer: „Poseidon“.

Sehr locker an die Buchvorlage von Paul Gallico und den 1972 entstandenen Film „Die Höllenfahrt der Poseidon“ angelehnt, serviert Petersen dem Zuschauer einen wirklich atemberaubenden und spannenden Katastrophenfilm, der keine Sekunde langweilt. Oft fühlt man sich an Camerons „Titanic“-Spektakel erinnert, aber das ist wohl bei der Thematik unausweichlich. Petersens Untergangs-Drama wird oft vorgeworfen, keine tiefgehenden Charaktere verzeichnen zu können. Mag schon sein, obwohl ich persönlich finde, dass Kurt Russell und Josh Lucas ihre Sache ganz gut machen. Sicherlich sind hier keine ausgeprägten Charaktereigenschaften dargestellt, aber wir sehen ja schließlich einen Actionfilm. Aber, für mich das Wichtigste: Haben diese Kritiker nicht gesehen, wie Richard Dreyfuss agiert?
Für mich ist Dreyfuss in seiner Rolle als alternder, von einer frischen Trennung trauriger Homosexueller einfach nur grandios. Hier finde ich auch, dass sehr wohl ein ausgezeichneter und überzeugender Charakter geschaffen wurde. So ausdruckslos, wie in vielen Meinungen die Charakterarmut und -leere in Petersens Film kritisiert wurde, empfinde ich sie deswegen nicht.

Wichtig bei diesem Film sind meiner Meinung nach die sehr guten Spezialeffekte und der unglaublich gut aufgebaute Spannungsbogen. Man wird in die Flucht der Überlebenden förmlich mit hineingerissen und das hat für mich einen sehr hohen Unterhaltungswert. Ich mag „Poseidon“, zum einen wegen der, wie gesagt, gut eingesetzten Effekte und der rasanten Inszenierung, aber vor allem wegen der grandiosen Schauspielerleistung von Richard Dreyfuss.

Die Musik von Klaus Badelt ist übrigens auch eine unglaublich passende Untermalung für diesen Katastrophenfilm.

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Fazit: Enorm spannend, mit tollen Effekten und einem beeindruckenden Richard Dreyfuss, hat mich Wolfgang Petersens „Poseidon“ vollkommen überzeugt.

© 2015 Wolfgang Brunner

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