Dante’s Inferno (2010)

Dante's_Animated_Epic_Version_1

Originaltitel: Dante’s Inferno: An animated epic
Regie: Mike Disa, Shukō Murase, Yasuomi Umetsu, Victor Cook, Jong-Sik Nam, Sang-Jin Kim, Lee Seung-Gyu
Drehbuch: Brandon Auman
Kamera: Eiji Arai, Kazuhiro Yamada
Musik: Christopher Tin
Laufzeit: 113 Minuten
Darsteller: –
Genre: Animation/Zeichentrick, Fantasy
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Japan, Südkorea
FSK: ab 16 Jahren

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Dante verliert seine Geliebte Beatrice an Luzifer, der sie in die Hölle entführt. Dante folgt dem Teufel und muss die neun Höllenkreise durchschreiten, um Beatrice zu befreien.

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Ich bin eigentlich kein Freund von Anime-Filmen, aber hier hat mich das Thema interessiert. Obwohl es sich um die Verfilmung eines Videospiels handelt, kann man sich „Dante’s Inferno“ ohne weiteres ansehen, wenn man das entsprechende Game nicht kennt.
Die Handlung ist relativ einfach gestrickt, aber die Umsetzung von Dantes Abenteuer in der Hölle sind schon sehr einfallsreich inszeniert. Oft staunte ich, wie nah man sich an Dante Alighieris „Göttlicher Komödie“ orientierte und dabei auch noch andere Mythologien mit vermischte. Das hat schon Spaß gemacht, sofern man sich ein wenig mit diesen Mythen befasst hat und die diversen Anspielungen dann auch versteht.

Ziemlich blutig schlägt sich der Held durch eine apokalyptische Hölle. Dies führt dazu, dass „Dante’s Inferno“ sehr kurzweilig ist. Erstaunlicherweise bemerkt man gar nicht, dass sieben (!!!) Regisseure dieses Action-Abenteuer in Szene setzten. Sicherlich wechselt von Höllenkreis zu Höllenkreis manchmal der Zeichenstil, lässt man sich aber von der rasanten Handlung gefangennehmen, so wie ich es tat, fällt das aus meiner Sicht gar nicht weiter auf. Der Film wirkt geradlinig und an keiner Stelle holperig, wie das oft bei solchen Zusammenarbeiten ist.

Auch die Musikuntermalung unterstreicht das episch angelegte Höllenabenteuer sehr passend. Für mich ein Ausnahmefilm unter den Anime-Streifen, der sich erstaunlicherweise auch gar nicht richtig auf Mainstream einlässt, sondern eigenwillig seine Geschichte erzählt. Einige Dinge wirkten unlogisch auf mich, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich kein Gamer bin und das Spiel nicht kenne.
Auf jeden Fall fand ich die Umsetzung der Höllenkreise ideenreich und nah im Sinne von Alighieri umgesetzt.

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Fazit: Blutige und einfallsreiche Umsetzung einer Dante’schen Hölle. Auch wenn die Vorlage ein Videospiel ist, kann man dieses Anime-Abenteuer auch als „Unwissender“ genießen.

© 2015 Wolfgang Brunner

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