Epic – Verborgenes Königreich (2013)

epic

Originaltitel: Epic
Regie: Chris Wedge
Drehbuch:  William Joyce, James V. Hart, Daniel Shere, Tom J. Astle, Matt Ember
Kamera: Renato Falcao
Musik: Danny Elfman
Laufzeit: 102 Minuten
Darsteller: —
Genre: Animation, Action, Fantasy
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 6 Jahren

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Keiner glaubt Professor Bomba, dass im Wald kleine Lebewesen existieren, die Krieg gegeneinander führen. Nicht einmal seine Tochter M.K., die ihn eines Tages besuchen kommt. Doch dann findet M.K. eines Tages eine sterbende Königin im Miniaturformat und ehe sie sich versieht, ist M.K. selbst in den Krieg, der tatsächlich in einer fantastischen, mikroskopisch kleinen Welt geschieht, verwickelt.

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Man nehme Filme wie „Avatar“, „Herr der Ringe“, „Die Reise ins Labyrinth“, „Der dunkle Kristall“, „Horton hört ein Hu“, „Medicine Man“, „Ferngully“  und „Star Wars“, vermische sie mit einem Buch wie zum Beispiel  „Mikro“ von Michael Crichton und heraus kommt: „Epic – Verborgenes Königreich“. 🙂
Aber, was sich anhört, wie eine gar abscheuliche Nachmache all dieser genannten Filme und Bücher, stellt sich als wahre Freude heraus. „Epic“ wird trotz der ganzen „geklauten“ Vorbilder zu einem eigenständigen und höchst unterhaltsamen Film, der unglaublichen Spaß macht.

Vor allem hebt er sich durch seine Ideen (Kinderfilm trifft auf Erwachsenenfilm) von der Unzahl an Animationsfilmen ab. Danny Elfman hat eine Musik kompomniert, die entfernt an „Edward mit den Scherenhänden“ erinnert und Zuschauer meiner Generation (1964) in eine Zeit zurückkatapultiert, in der derartige Filme noch so richtig Freude und Kinofeeling gemacht haben (siehe obige Aufzählung). Ich habe diesen Film genossen, wie schon lange keinen Animationsfilm dieser Art. Wunderschöne Aufnahmen in einer Welt, wie Tim Burton sie in seiner besten Zeit nicht besser inszenieren könnte, treffen auf punktgenau eingesetzte Spannung und Humor. Diese Mischung funktioniert so hervorragend, dass man am Ende tatsächlich traurig ist, wenn alles vorbei ist. Man gewinnt die Akteure lieb, obwohl sie nicht von realen Menschen dargestellt sind, und hasst die Bösen. Ich konnte mich in diese Welt fallen lassen, als wäre ich wieder ein Kind. Solche Filme muss man in der heutigen Zeit suchen, mit „Epic“ habe ich einen gefunden!

Der Film mutet mal wie ein Märchen an, mal wie ein dramatischer Fantasyfilm im Stil von „Herr der Ringe“. „Epic“ ist allerdings gar nicht so episch, wie der Titel es glauben machen soll. Auch wenn manche Szenen episch sein sollen, es handelt sich hier eher um einen Film, der den Zuschauer in eine Welt entführt, in der man trotz aller Gefahren selbst sein möchte und uns an einer Auseinandersetzung teilnehmen lässt, die wir aus Kinderbüchern kennen.

Die 3D-Effekte sind sehr zurückhaltend und unaufdringlich, was zur Folge hat, dass man dadurch wirklich noch zusätzlich in diese Welt förmlich eintauchen kann. Sehr gut umgesetzt.

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Fazit: Ein wunderbarer Film für kleine und große Menschen. Erwachsene werden wieder zu Kindern und Kinder zu Erwachsenen. Schon lange keinen so guten und unterhaltsamen Animationsfilm gesehen. Abenteuer pur!

© 2015 Wolfgang Brunner

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