Poltergeist 3 – Die dunkle Seite des Bösen (1988)

poltergeist3

Originaltitel: Poltergeist 3 – The Final Chapter
Regie: Gary Sherman
Drehbuch:  Gary Sherman, Brian Taggert
Kamera: Alex Nepomniaschy
Musik: Joe Renzetti
Laufzeit: 98 Minuten
Darsteller: Tom Skerritt, Nancy Allen, Heather O’Rourke, Zelda Rubinstein, Lara Flynn Boyle, Kipley Wentz
Genre: Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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Carol Anne wird nach den Vorfällen aus Teil 1 und 2 von ihren Eltern zu ihrer Tante und ihrem Onkel nach Chicago geschickt, um die schrecklichen Ereignisse zu vergessen. Doch Reverend Cane ist immer noch hinter ihr her und schon bald wird das Hochhaus, in dem Caroll Anne nun wohnt, erneut vom Bösen heimgesucht.

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Ist schon seltsam, wie sich im Laufe der Jahre der eigene (Film)-Geschmack verändert. Hat mir seinerzeit der zweite Teil der Poltergeist-Trilogie am  besten gefallen, nimmt heute eindeutig der dritte Teil den Platz als zweitbesten Film der Serie ein.
Es ist zwar äußerst schade, dass Craig T. Nelson und JoBeth Williams nicht mehr mit von der Party sind, aber Tom Skerrit und Nancy Allen stehen den beiden in keiner Weise nach. Die „heimelige“ Stimmung, die in dem Haus der Freelings immer wieder aufkam, ist hier im Hochhaus natürlich nicht vorhanden und „Poltergeist 3“ wirkt oft wie ein herkömmlicher Horrorfilm aus den 80er Jahren. Bestimmte Szenen haben mich sogar sehr stark an die Traumwelt in den Nightmare-Filmen erinnert. 😉

Die Effekte sind absolut genial geraten und ziehen den Zuschauer auch im Zeitalter von computergenerierten Special-Effects in den Bann. Alleine die Szenen, in denen mit Spiegeln gearbeitet wird, sind beeindruckend und beängstigend. Aber auch die Handlung beziehungsweise der Aufbau des Films kann sich durchaus sehen lassen, auch wenn wieder einmal die Logik oft nicht wirklich berücksichtigt wurde. Insgesamt würde ich aber den dritten Teil als würdigen Abschluss der Poltergeist-Trilogie bezeichnen, zumal hier auch für gehörige Abwechslung gegenüber den beiden Vorgängern gesorgt wurde.

Schade fand ich, dass Jerry Goldsmith nicht ein weiteres Mal als Komponist der Filmmusik hinzugegezogen wurde. Das soll keinesfalls heißen, dass Joe Renzettis Klänge nicht gut sind und zu den Bildern passen. Aber hätte sich eine einheitliche Musikgestaltung durch alle drei Filme gezogen, wäre die Trilogie sicherlich abgerundeter gewesen.

Am Rande sei noch kurz auf einige Todesfälle von teilnehmenden Schauspielern, den sogenannten „Poltergeist-Fluch“ hingewiesen, der die Trilogie in der Realität überschattete: Dominique Dunne, die im ersten Teil die ältere Schwester spielte, wurde von ihrem Exfreund erwürgt. Julian Beck, der den Reverend Cane im zweiten Teil darstellte, verstarb an Krebs. Will Sampson, der Indiander, überlebte eine Herz-Lungen-Transplantation nicht. Nach den Dreharbeiten des dritten Teils verstarb dann auch noch die 12-jährige Heather O’Rourke, die in allen Teilen Carol Anne darstellte, an einem Darmverscchluss.

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Fazit: Würdiger Abschluss der Poltergeist-Trilogie mit fantastischen Effekten und einer erfrischenden Handlung, die sich wohltuend von den ersten Teilen abhebt. Auch hier traue ich mich ohne weiteres das Wort „Kultcharakter“ zu benutzen.

© 2015 Wolfgang Brunner

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