Wenn ich bleibe (2014)

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Originaltitel: If I Stay
Regie: R. J. Cutler
Drehbuch: Shauna Cross
nach einer Romanvorlage von Gayle Forman
Kamera: John de Borman
Musik: Heitor Pereira
Laufzeit: 106 Minuten
Darsteller: Chloë Grace Moretz, Jamie Blackley, Mireille Enos, Joshua Leonard, Stacy Keach, Lauren Lee Smith, Liana Liberato, Aisha Hinds
Genre: Drama
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 6 Jahren

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Die siebzehnjährige Mia mag Klassik, Adam ist Sänger, Gitarrist und Komponist einer Rockband. Die beiden verlieben sich ineinander und das Leben scheint schöner denn je. Doch dann verunglückt Mia bei einer Autofahrt mit der gesamten Familie und findet sich plötzlich zwischen Leben und Tod gefangen. Ihr kurzes Leben zieht an ihr vorbei und Mia muss sich entscheiden, ob sie stirbt oder ins Leben zurück zu ihrer großen Liebe namens Adam zurückkehrt.

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„Wenn ich bleibe“ ist eine herzzerreissende Teenager-Romanze im Stil von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.
Nach einer Romanvorlage von Gayle Forman, die ich leider nicht kenne, inszenierte R.J. Cutler ein wahnsinnig emotionales Drama, das einen nicht kalt lassen kann. Auch wenn es manchmal kitschig wirkt, für mich hatte die Handlung und auch das Agieren der Protagonisten Hand und Fuß. Ich will damit sagen,  dass ich die ganze Geschichte durchaus für real halte. Das sind schon einige Wahr- und Weisheiten versteckt, die wohl vom angestrebten Zielpublikum (Teenager) gar nicht richtig wahrgenommen werden.

Die Schauspieler haben mir sehr gut gefallen, allen voran Chloë Grace Moretz, die hier wieder einmal zeigt, wie vielfältig sie sein kann. Sie spielte beeindruckend in so unterschiedlichen Filmen wie „Carrie“, „Hugo Cabret“, den beiden „Kick Ass“-Filmen und zuletzt in „The Equalizer“ neben Denzel Washington und meisterte ihre Rollen immer mit Barvour. So auch hier in diesem Teenager-Drama, das unter Umständen sogar mehr die Erwachsenen ansprechen könnte.

Die klassische Musik und der Gegensatz zum Rock wird hier grandios dargestellt und macht unglaublichen Spaß. Die Liebe der beiden Teenager zueinander, die Probleme und schließlich das durch den tragischen Autounfall veränderte Weltbild der Protagonisten ist nicht nur extrem gefühlvoll (und teilweise auch kitschig), sondern auch zutiefst anrührend, weil man über sein eigenes Leben nachdenkt, ja sogar nachdenken muss, weil die Konsequenzen eines einzigen verhängsnisvollen Augenblicks über dem Zuschauer schweben, wie ein Damoklesschwert. In dieser Hinsicht ist „Wenn ich bleibe“ eine etwas geglücktere Lebens-Resümee-Erfahrung wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ geglückt.

Unbedingt erwähnt werden muss auch die stimmungsvolle und tolle Musik von Heitor Pereira, der auch schon zusammen mit Hans Zimmer komponierte. Seine Klänge untermalen das Drama sehr intensiv und passend.

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Fazit: „Wenn ich bleibe“ ist tieftraurig und dennoch voller Hoffnung. Unweigerlich fängt man an, über sein eigenes Leben und die Zukunft nachzudenken. Taschentücher sollte man unbedingt bereithalten, denn es geht wirklich sehr emotional zur Sache. Mich hat der Film regelrecht begeistert.

© 2015 Wolfgang Brunner

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