Eiszeitalter (2014)

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Originaltitel: The Age Of Ice
Regie: Emile Edwin Smith
Drehbuch:  Emile Edwin Smith
Kamera: Corey Box
Musik: Isaac Sprintis
Laufzeit: 85 Minuten
Darsteller: Barton Bund, Jules Hartley, Bailey Spry, Joe Cipriano, Owais Ahmed, Yaron Urbas
Genre: Science Fiction, Katastrophenfilm
Produktionsland: USA
FSK: ab 16 Jahren

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Jack Jones verbringt mit seiner Familie einen Erholungsurlaub in Ägypten und ist gerade dabei, die Pyramiden in Kairo zu besuchen, als es zu einer globalen Katastrophe kommt. Durch die Verschiebung der tektonischen Platte bricht im ganzen Mittleren Osten eine neue Eiszeit aus und bald ist die ägyptische Wüste von Schnee und Eis bedeckt. Jones und seine Familie machen sich in dieser eiskalten Wildnis auf den Weg, um ein angebliches Evakuierungscenter zu finden.

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Ich bin immer gerne bereit, Indie-Filmen eine Chance zu geben. „Eiszeitalter“ hat diese Chance auch bekommen und zuerst sah es sogar noch ganz passabel aus. Der Einstieg in das Szenario gefiel mir nämlich ganz gut. Das hatte durchaus Potential und machte neugierig auf das, was noch folgen sollte. Ja, sogar an den ersten Special Effects fand ich gefallen, weil sie einerseits amateurhaft, dafür aber umso erstaunlich gut, waren. Zwanzig Minuten lief der Film einigermaßen gut, spannend und unterhaltend. Und dann passierte es …

Der Plot rutschte von einem Moment zum anderen ins Unglaubwürdige ab und riss die Schauspieler allesamt mit. Plötzlich hatte ich den Eindruck, als wären die schon von Anfang an fragwürdigen Qualitäten der Akteure in einen tiefen Abgrund gestürzt. Aber das alleine war gar nicht die Misere. Die Effekte, die von nun an zu sehen waren, kann man nur noch mit „grottenschlecht“ bezeichnen. Teilweise sah man Bilder, die aus einem mittelmäßigen Videospiel stammen könnten, so herzlos wurden sie in die Real-Handlung hineingeschnitten. Das fiel sofort ins Auge und verlieh dem Film schlagartig die Kategorie „Billiger Billigfilm“. 😦

Aber selbst das war noch nicht alles! Zumindest für einen logischen Zusammenhang, was Panorama- und Nahaufnahmen angeht, hätte der Regisseur sorgen sollen. Hat er aber nicht! Sieht man zum Beispiel einmal von Ferne, wie die Flüchtenden an einer vereisten Wand herabsteigen, so entdeckt man in der Nahaufnahme, dass die Schauspieler in einer Kiesgrube (weit und breit kein Schnee und Eis zu sehen) am Seil hängen. So etwas darf nicht passieren! Ist es aber und das ist richtig peinlich.

Okay, ich habe den Film bis zu Ende geschaut, hätte ich aber besser nicht gemacht, denn es war wirklich (bis auf den einigermaßen gelungenen Anfang) echte Zeitverschwendung.

Zwei Pluspunkte habe ich aber doch noch zu vergeben: Zum einen ist die 3D-Optik (vorausgesetzt man hat den 3D-Film) ganz ansehnlich und zum anderen ist das Cover wirklich (im Gegensatz zum Film) äußerst gut gelungen. Das war es dann aber auch schon mit den positiven Dingen. Den Bonus-Film „The Age Of Ice Part 2“ in Spielfilmlänge und ebenfalls in 3D habe ich mir dann gespart …

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Fazit: Da gefriert nicht nur die Wüste, sondern auch das Hirn des Zusehers und das Herz eines Filminteressierten. Bis auf die ersten zwanzig Minuten ist hier so ziemlich alles schlecht und falsch, was man nur falsch machen kann. Finger weg von der ägyptischen Eiszeit-Apokalypse.

© 2015 Wolfgang Brunner

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