John Dies At The End (2012)

John-Dies-At-The-End-Blu-ray-Cover-FSK-16

Originaltitel: John Dies At The End
Regie: Don Coscarelli
Drehbuch: Don Coscarelli, David Wong (Original Story)
Kamera: Mike Gioulakis
Musik: Brian Tyler
Laufzeit: 100 Minuten
Darsteller: Chase Williamson, Rob Mayes, Paul Giamatti, Clancy Brown, Glynn Turman, Doug Jones, Daniel Roebuck
Genre: Komödie, Fantasy, Horror
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

*

Eine neue Droge namens „Sojasauce“ lässt die, die sie zu sich nehmen, durch Zeit und Raum fliegen. Alles gerät durcheinander und die beiden Süchtigen John und Dave sehen sich plötzlich einer weltweiten Bedrohung durch Aliens gegenüber und setzen alles daran, dem Zeitstrudel zu entkommen und dabei auch noch die Menschheit zu retten.

*

Es ist schon eine Zeit her, seit uns Regisseur Coscarelli mit einem völlig abgedrehten Horrorfilm namens „Bubba Ho-Tep“ überraschte. Hatte er doch in den 80er und 90er Jahren mit seinem „Phantasm – Das Böse“-Zyklus eher eine härtere Gangart eingelegt und Kultfilme für eine Fangemeinde erschaffen. Nach den etwas flaueren „The Beastmaster“ und „Camp der verlorenen Teufel“ kam dann der überaus amüsante „Bubba Ho-Tep“ und ließ Coscarelli in meiner Gunst wieder steigen. Und nun folgt „John Dies At The End“, ein abgedrehter Comedy-Horror-Fantasy-Science Fiction-Film, der die Lager spaltet. Für die einen wird da absoluter Schwachsinn geboten, für die anderen ist der Film ein kurzweiliges, völlig unlogisches, aber dafür total verrückt abgedrehtes Spektakel.

Alleine schon der Auftritt von Paul Giamatti in einer „wichtigen“ Nebenrolle ist das Ganze wert. Für Cineasten hält Coscarellis Drogenrausch mit dem Spoiler-Titel auch jede Menge Überraschungen bereit: Filme von David Lynch, David Cronenberg und Don Coscarelli selbst werden liebevoll in die Handlung verstrickt und es macht ungemein Spaß, diese Anspielungen zu entdecken.

Ich mag an sich keine Komödien und war selbst überrascht, wie amüsiert ich von diesem herrlich abgedrehten, unlogischen Quatsch war, der wirklich so übertrieben schräg ist, dass es einfach schon wieder gut ist. Handlung sucht man vergebens, aber egal … da wird schwachsinniges Zeug geredet, dass einem oft gar nichts anderes übrig bleibt, als die Lippen zu einem Grinsen zu verziehen. Coscarelli hat einen außergewöhnlichen Film geschaffen, der es tatsächlich geschafft hat, mich trotz seiner unsäglichen Unlogik, auf gewisse Art und Weise zu begeistern. Das mag schon was heißen für einen Slapstick-Feind wie mich.

Schauspielerisch liegt „John Dies At The End“  im guten Mittelmaß (Paul Giamatti einmal ausgenommen, denn er kann es einfach). Die Effekte sind nicht überragend, aber einfach nett anzusehen. Trash meets … ja, was? Keine Ahnung! Ich fand das Ganze amüsant und unterhaltend. Und mehr will ich von einem solchen Film überhaupt nicht.

*

Fazit: Schräg, schräger, am schrägsten. Mehr geht schon fast nicht. Wer Spaß an absolut überdrehten Charakteren und einer vollkommen chaotischen, schrägen (und auch unlogischen) Handlung hat, wird den Film mögen. Alle anderen sollten die Finger davon lassen …

© 2015  Wolfgang Brunner

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s