Gefallene Engel – SOKO Wien (2009)

SOKO Wien

Originaltitel: Gefallene Engel
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Amaryllis Sommerer
Kamera: David Sanderson
Musik: Lothar Scherpe
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Sandra Cervic, Helmut Bohatsch, Karl Fischer, Susanne Kubelka, Uwe Bohm
Genre: Krimi
Produktionsland: Österreich
FSK: k.A.

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Der langjährige Türsteher des Jugendlokals VOOM wird tot aufgefunden. Im Lokal wurden und werden Drogen gedealt und auch konsumiert. Der Besitzer des Lokals ist ein Jugendfreund von SOKO-Ermittler Carl. Und was haben die Jugendlichen Lilly und Lukas mit dem Fall zu tun?

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Was wie „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ beginnt, wird zu einem undurchschaubaren Krimi-Thriller, der (wieder einmal) bis zum Ende die Spannung hält. Die jugendlichen Darsteller gehen in ihren Rollen auf und agieren sehr überzeugend. Das hat mir so richtig gut gefallen.
Was diese Folge aber auch sehr sympathisch macht, ist, dass Carl einen Jugendfreund trifft und dadurch der Folge etwas Persönliches verliehen wird.
Auch der Umgang des SOKO Teams mit den Jugendlichen, wenn zum Beispiel Penny mit dem Mädchen Lilly spricht, vermittelt Menschlichkeit, die mir gefallen hat.
Wie bei vielen seiner Filme arbeitet Regisseur Sigl bei den Rückblenden in die Vergangenheit mit kräftigen Farben, was bei mir immer einen leicht surrealen Eindruck vermittelt, der mich sogar manchmal ein wenig an David Lynch erinnert.

Auch diese Folge zeichnet SOKO Wien als niveauvolle, hochwertige Serie aus, was sicherlich nicht nur am Handwerk Robert Sigls, sondern auch an den überaus guten Darstellern und dem Rest der Filmcrew, liegt. Regie, Kamera, Musik … das alles passt einfach und gibt dem Zuschauer keinen Grund zum Meckern. Spannung, Humor, ein wenig Melancholie … genau diese Mischung macht es einfach, um SOKO Wien zu einer der sympathischsten Krimiserien zu machen.

Insgesamt fünf Folgen drehte Robert Sigl für die fünfte Staffel der erfolgreichen Serie. „Gefallene Engel“ ist eine davon. Die anderen sind „Preis der Schönheit“, „Sein & Schein“, „Böser Zauber“ und „Blindspuren“.

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Fazit: Serien-Krimis sollten genau so sein: Handwerklich und schauspielerisch einfach gut und unterhaltsam.

© 2015 Wolfgang Brunner

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