Hatchet 2 (2010)

Hatchet 2

Originaltitel: Hatchet 2
Regie: Adam Green
Drehbuch: Adam Green
Kamera: Will Barratt
Musik: Andy Garfield
Laufzeit: 86 Minuten
Darsteller: Danielle Harris, Tony Todd, Tom Holland, Kane Hodder, Parry Sheen
Genre: Horror
Produktionsland: USA
FSK: Ungeprüft (Uncut)

*

Victor Crowley ist nicht tot, obwohl Marybeth zuerst davon überzeugt war. Sie kann aus dem Sumpf entkommen und wendet sich an Referend Zombie, den sie um Hilfe bittet. Marybeth will das Killermonster unter allen Umständen töten. Zombie willigt ein und versammelt eine Schar Jäger um sich, unter anderem ist auch Marybeths Onkel dabei, um dem Killer Victor Corwley endgültig den Garaus zu machen. Doch so einfach ist das alles nicht, denn ein dunkles Geheimnis lastet über Marybeths Familie und verstrickt sie sogar mit dem Schicksal des Serienmörders.

*

„Hatchet“ geht in die zweite Runde! Allerdings, um es gleich vorweg zu sagen, hat mich der Nachfolger weitaus weniger begeistert als das Original. Der Film setzt nahtlos (und mit nahtlos meine ich wirklich nahtlos) am ersten Teil an. Fast scheint es, als hätte man einen fast Dreistunden-Film einfach in der Mitte auseinandergeschnitten. ;), so exakt beginnt Teil 2 an der Stelle, an der Teil 1 endete.

Nun aber zum eigentlichen Film: Sicherlich ist er, wie der erste Teil, im Stil der 80er Jahre inszeniert. Allerdings braucht „Hatchet 2“ schon einmal bedeutend länger, bis er Fahrt aufnimmt. Fast 50 Minuten muss man über sich „ergehen“ lassen, bevor man zu sehen bekommt, was man erwartet hat: nämlich derbe Splatterszenen. Und die bekommt man dann auch zu sehen, keine Frage. Ob sie allerdings härter als die des ersten Teils sind, stelle ich mal in Frage. Der erste Teil war der einzige, der in Deutschland ungekürzt auf den Markt kam, Teil 2 und 3 wurden geschnitten. Da stelle ich mir die Frage: Warum? In der deutschen Fassung des zweiten Teils wurden so ziemlich alle Mordszenen beschnitten, was im ersten Teil nicht geschah. Hmmm, da mag einer die FSK verstehen …

Die Splattereffekte wirken teils lächerlich, teils wird dem Zuschauer aber auch genau das geboten, was er von der Fortsetzung von „Hatchet“ auch erwartet hat: auseinandergerissene Kiefer, Axthiebe in den Kopf, Häutungen und und und …
Der Old School-Horror macht trotzdem Spaß, auch wenn er einfach dem Original das Wasser nicht reichen kann. Hier fehlen einfach zu viele Stimmungen, die den Horrofan in die „alte Zeit“ von Jason, Michael und Freddy zurückwerfen. Aber gut, man kann nicht alles haben …
Die Szene, in der Referend Zombie alias Tony „Candyman“ Todd den Tod findet, erinnert an eine Szene aus Peter Jacksons „Bad Taste“. Das war dann schon wieder ziemlich cool …

*

Fazit: Leider nicht mehr so stimmungsvolle Fortsetzung um den Sumpfkiller Victor Crowley, die erst nach knapp 50 Minuten Fahrt aufnimmt, dann aber mit (in der Uncut-Version) deftigen Szenen auftrumpfen kann. Gelungene Fortsetzung mit Schwächen.

© 2015 Wolfgang Brunner

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s