Oculus (2013)

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Originaltitel: Oculus
Regie: Mike Flanagan
Drehbuch: Mike Flanagan, Jeff Howard
Kamera: Michael Fimognari
Musik: The Newton Brothers
Laufzeit: 103 Minuten
Darsteller: Karen Gillan, Brenton Thwaites, Rory Cochrane, Katee Sackhoff
Genre: Horror
Produktionsland: USA
FSK: ab 16 Jahren

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Tim wird als Kind der Ermordung seiner Eltern beschuldigt und in eine pyschiatrische Anstalt eingewiesen. Als er zehn Jahre später entlassen wird, empfängt ihn seine Schwester Kaylie, die nach wie vor an seine Unschuld glaubt und denkt, dass der antike, mysteriöse Spiegel, der im Arbeitszimmer des Vaters stand, für den Tod der Eltern verantwortlich war. Gemeinsam wollen Tim und Kaylie das Geheimnis des Spiegels lüften und finden sich schnell wieder im Alptraum ihrer Kindheit wieder …

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„Oculus“ läuft unter dem Genre „Horror“, was im Grunde genommen auch stimmt. Aber für mich ist es ein etwas anderer Horrofilm, den ich eher noch in die Kategorie „Thriller“ oder gar „Drama“ einstufen würde. Da bin ich dann auch schon beim für mich wichtigsten Teil dieser Besprechung: Trotz aller Horrorelemente überwog für mich die dramatische Bewältigung der Kindheit durch die beiden Geschwister. Das war für mich der Handlungsstrang, der mich am meisten interessierte und faszinierte.
Die visionäre bildliche Darstellung, wenn der Tim und die Kaylie aus der Vergangenheit mit ihren älteren Ichs aus der Gegenwart zusammentrafen, hat mir sehr, sehr gut gefallen. Das waren auch die Augenblicke, in denen mich „Oculus“ förmlich begeistert hat.

Dann gab es aber noch die weniger guten Seiten des Films. Leider fehlt es der gesamten Handlung, so gut und psychologisch ausgeklügelt sie auch wirkte, an sämtlichen Ecken an Logik. Zu viele ungeklärte (und auch unglaubwürdige) Dinge verteilen sich über den gesamten Film, dass es am Ende hin doch irgendwie alles unbefriedigend wirkt. Das ist schade, denn Flanagans Regiestil ist durchaus sehenswert und ansprechend. Aber eine logischere Handlung hätte dem Ganzen dann doch bedeutend mehr Flair und Qualität verliehen.

„Oculus“ versinkt somit, bis auf die genannten visionären Begegnungen der Ichs der beiden Kinder aus Vergangenheit und Gegenwart, leider im Nirvana der eher unbedeutenden Horrorfilme und fällt dadurch in die Kategorie: „Sicherlich nett anzusehen, aber schon bald wieder in Vergessenheit geraten.“ Leider, denn hätte der Regisseur und Drehbuchautor seinem Plot ein klein wenig mehr Sinn verliehen, wäre ein beängstigendes Horror-Drama dabei herausgekommen, das sich von anderen Produktionen dieser Art abgehoben hätte. So hebt sich „Oculus“ zwar dennoch ab, hinterlässt aber keinen nachhaltigen Eindruck.

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Fazit: Gutes Horrordrama mit teils visionären Bildern, das sich aber leider durch jede Menge Logikfehler selbst ins Abseits spielt und dadurch am Ende keine nachhaltige Wirkung zeigt.

© 2015 Wolfgang Brunner

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