Blindspuren – SOKO Wien (2009)

SOKO Wien

Originaltitel: Blindspuren
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Martin Ambrosch, Stefan Hafner, Fritz Ludl, Thomas Weingartner
Kamera: David Sanderson
Musik: Lothar Scherpe
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Sandra Cervic, Helmut Bohatsch, Daniela Ziegler, Tatjana Alexander, Aykut Kayacik
Genre: Krimi
Produktionsland: Österreich
FSK: k.A.

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Goriza, die im sechsten Monat schwanger ist, wird von einem Unbekannten verfolgt und stürzt schließlich über einen steilen Abhang in den Tod. Die erste Spur führt zu einem Blindenheim, in dem Goriza geputzt hat.

Ein DNA-Test verrät, dass der Täter der Vater von Gorizas ungeborenen Kindes sein muss. Somit fällt der Verdacht erst einmal auf Murat Sekic, den Ehemann der Toten.
Das SOKO-Team bekommt heraus, dass ein gewisser Martin Moser der Kindsvater ist und sieht den Fall bereits als gelöst. Dioch dann wird Moser erhängt im Blindenheim aufgefunden …

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Mit „Blindspuren“ aus der SOKO Wien-Serie entführt uns Regisseur Robert Sigl in die Welt der alten Edgar Wallace-Filme und wird bei manchen Zuschauern eine Melancholie nach den alten Schwarzweiß-Streifen auslösen. Das Agieren der Personen, die Inszenierung des Falles und die Kulissen sind so detailverliebt an die Kultklassiker der 60er und 70er Jahre angepasst, dass es eine wahre Freude ist, dem SOKO Team bei der Untersuchung der „Blindspuren“ zu folgen.

Der leichte Horror-Touch, der auch bei den Wallace-Filmen fast immer zum Tragen kam, wird von Sigl hervorragend in die Handlung eingewebt, die von den vier Drehbuchautoren übrigens sehr geschickt und interessant verfasst wurde. Die Schauspieler erinnern an die „üblichen Verdächtigen“, die damals von Joachim Fuchsberger und/oder Heinz Drache gejagt wurden.
In der Rolle des Ehemannes gibt Aykut Kayacik (Nebenrollen in „Das kleine Gespenst“, „Süperseks“ und aktuell  „Der Medicus“) einen kleinen, gelungenen Auftritt zum Besten.

Die Kulissen und die Schaauspieler erinnern, wie bereits erwähnt, in dieser SOKO Folge an die alten Edgar Wallace-Filme, die Kameraeinstellungen an Alfred Hitchcock und die Szenen, in denen die Heimleiterin verfolgt wird, könnten ohne weiteres vom „alten“ Brian dePalma sein.
Eine SOKO-Folge, die enorm Spaß macht und für mich in die Kategorie fällt: „Sehe ich mir nochmal an.“
Übrigens untermalt Lothar Scherpes Filmmusik das Ganze absolut passend und stimmungsvoll.

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Fazit: Für diese tolle SOKO Folge gilt: Edgar Wallace-Flair der 60er und 70er Jahre trifft auf Alfred Hitchcock und Brian dePalma und ergibt einen ganz besonderen, eigenen Robert Sigl Film.

© 2015  Wolfgang Brunner

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