White House Down (2013)

white house

Originaltitel: White House Down
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: James Vanderbilt
Kamera: Anna J. Foerster
Musik: Harald Kloser, Thomas Wander
Laufzeit: 131 Minuten
Darsteller: Channing Tatum, Edward Foxx, Maggie Gyllenhaal, Jason Clarke, James Woods, Richard Jenkins, Joey King
Genre: Action, Thriller
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 12 Jahren

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Eigentlich wollte sich John Cale nur für seinen Traumjob beim Secret Service des Weißen Hauses bewerben. Als er in Begleitung seiner Tochter im Haus des Präsidenten verweilt, attackieren Terroristen das Gebäude und stürzen den Regierungssitz in ein absolutes Chaos. Wider Willen sieht sich Cale plötzlich als Beschützer des Präsidenten und muss sich nebenbei auch noch auf die Suche nach seiner Tochter machen, von der er beim ersten Angriff der Terroristen getrennt wurde.

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Es wäre kein Film von Roland Emmerich, wenn es nicht an allen Ecken und Kanten kracht und wummst! So auch bei „White House Down“, der mich schon nach den ersten Minuten an die „Stirb langsam“-Reihe mit Bruce Willis erinnert hat. Emmerich legt genau die gleiche Gangart ein und das macht ungemein Spaß. Klar sind da jede Menge Unglaubwürdigkeiten im Film verstreut, aber wer einen Action-Kracher sehen will, legt auf Realitätsnähe keinen Wert.

Der eher unbekannte Channing Tatum meistert seine Rolle wirklich gut, da fragt man sich, warum er nicht schon öfters eine Hauptrolle in dieser Art bekommen hat. Joey King als seine Tochter fällt ebenfalls positiv auf und zeigt ein Talent, das man bestimmt (oder hoffentlich) noch öfter zu sehen bekommt. In „The Conjuring“ hatte sie mich seinerzeit auch schon überzeugt. Unbestreitbarer Star in „White House Down“ ist allerdings in meinen Augen Jamie Foxx als Mr. President. Sein Humor und Charme passten hervorragend zusammen und machten für mich den Oscarpreisträger (2004 für die Hauptrolle in „Ray“) zum Sympathieträger in Emmerichs Actionfilm.
Auch der in die Jahre gekommene James Woods spielt glaubhaft und enthusiastisch.

Auch wenn es ein ernstes und erschreckendes Szenario ist, das sich Drehbuchautor James Vanderbilt da ausgedacht hat, wurde an Witzen nicht gespart. Und auch wenn ich kein Freund von flotten Sprüchen bin, so gelang bei „White House Down“ durchaus die gefährliche Gratwanderung aus Action und Humor. Was besonders erwähnt werden muss, ist, dass die Witze tatsächlich auch noch gut waren und mich echt so einige Male zum Schmunzeln gebracht haben. Das passiert mir nicht oft.

Fürs Auge wird einiges geboten, da spart Herr Emmerich wie gewohnt nicht an spektakulären Szenen und Effekten. Musikmäßig untermalen sehr passend Harald Kloser und Thomas Wander das Spektakel, die bereits Emmerichs „2012“ und „Anonymus“ vertonten.

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Fazit: Es kracht und wummst. Action und Humor halten sich die Waage und machen Emmerichs „Weißen Haus“-Thriller zu einem absoluten kurzweiligen Filmvergnügen.

© 2015 Wolfgang Brunner

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