Guardians Of The Galaxy (2014)

Guardians

Originaltitel: Guardians Of The Galaxy
Regie: James Gunn
Drehbuch: James Gunn, Nicole Pearlman
Kamera: Ben Davis
Musik: Tyler Bates
Laufzeit: 121 Minuten
Darsteller: Chris Pratt, Zoë Saldaña, Dave Bautista, Vin Diesel, Bradley Cooper, Lee Pace, Michael Rooker, Karen Gillan, Djimon Hounsou, John C. Reilly, Glenn Close, Benicio del Toro
Genre: Science Fiction, Action
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 12 Jahren

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Peter Quill ist Pilot, Weltraumplünderer, Schmuggler und sogenannter Ravager, der nach kostbaren Relikten sucht und sie dann an Händler verkauft. Bei einem der Beutezüge gerät er an eine geheimnisvolle Kugel, bei der es sich um den „Orb“, eine Superwaffe, handelt, mit der man das gesamte Universum beherrschen und/oder auch zerstören kann.
Quill wird plötzlich von den Schergen eines gewissen Ronan verfolgt, der unbedingt in den Besitz dieses Orbs kommen möchte. Auf seiner Flucht verbündet sich Quill eher notgedrungen als beabsichtigt mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen von Verlierern, darunter der Baummensch Groot, die gefährliche, grünhäutige Gamora, der rachedurstige Drax und ein wildgewordener Waschbär namens Rocket Racoon, der jede erdenkliche Schusswaffe des Universums bedienen kann und dies auch ohne Zögern bei jeder sich bietenden Gelegenheit tut.

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„Guardians Of The Galaxy“ zeigt auf beeindruckende Weise, was passiert, wenn man einem Independent-Filmer (in diesem Fall James Gunn) genügend finanzielle Mittel verschafft, damit dieser einen Mainstream-Film drehen kann. Denn das Ergebnis ist kein  reinrassiger Mainstream, sondern eine erfrischende Mischung aus unabhängiger Filmkunst und massentauglichem Blockbuster.
Wer Gunns „Slither“ und „Super“ gesehen hat, wird in  der neusten Marvel-Comic-Verfilmung den unverwechselbaren Humor des Regisseurs wiedererkennen und sich sofort in ihn verlieben. Die Sprüche sind zu fast hundertprozent amüsant, originell und oft zum Brüllen komisch. Aber nicht nur der Wortwitz, sondern auch visuelle Einstellungen verursachen einem beim  Zusehen diverse Schmunzler. Es kommt einem wie ein Wunder vor, wenn man die Gratwanderung zwischen Action, Drama und Humor verfolgt und an keiner Stelle etwas auszusetzen hat. Da ist Gunn im Zeitalter der Comicverfilmungen und computergenerierten Schlachtorgien ein Meisterwerk gelungen, denn obwohl auch bei „Guardians Of The Galaxy“ nicht mit spektakulären CGI-Effekten gespart wird, gerät die menschliche (und dadurch auch schauspielerische) Seite der Protagonisten nie in den Hintergrund.

Man fühlt sich oft an Spielbergs Meilensteine der „Indiana Jones“-Reihe und an George Lucas‘ „Star Wars“, aber auch die neueren „Sin City“-Filme erinnert. Mit Liebe zum Detail webt Gunn Anspielungen an die 70er und 80er Jahre in seine Handlung ein, dass es eine wahre Freude ist. Da wird man manches Mal schon ein wenig melancholisch und wünscht sich diese Zeit (und diese Art von Film) wieder sehnlichst zurück.
James Gunn hat einen zeitlosen Klassiker erschaffen, mit einer gehörigen Prise Nostalgie und jeder Menge Zutaten, die nur neuere Filme innehaben. Letzteres verbaut der Regisseur allerdings so geschickt in (s)eine alte 80er Jahre Verpackung, dass es schlichtweg nicht auffällt, einen Film der neuen Generation zu sehen.

Die Musikuntermalung mit Songs aus den 70er Jahren trifft voll ins Schwarze, aber auch Tyler Bates hat einen Soundtrack erschaffen, wie er besser nicht sein könnte. Die Schauspieler überzeugen allesamt, allen voran Chris Pratt und Zoë Saldaña, die mich bereits in „Auge um Auge“ mit ihrer Darbietung sehr beeindruckt hat.

„Guardians Of The Galaxy“ ist im Moment mein absoluter Favorit im Sumpf der spektakulären (oder auch nicht so spektakulär, weil völlig überfrachteten) CGI-Filme. Ich will mehr davon!!!

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Fazit: Erfrischender, nicht mainstream-mäßiger, aber dennoch absolut massentauglicher Blockbuster, der alles hat, was man sich von einem Film dieser Art wünscht. Und er hat sogar noch viel mehr zu bieten, wenn man auf die detailverliebten Anspielungen auf andere Filme und andere Jahrzehnte achtet. Ich bin begeistert von dieser Independet-Mainstream-Produktion!

© 2015 Wolfgang Brunner

2 Gedanken zu “Guardians Of The Galaxy (2014)

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