Predator (1987)

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Originaltitel: Predator
Regie: John McTiernan
Drehbuch: Jim Thomas, John Thomas
Kamera: Donald M. McAlpine
Musik: Alan Silvestri
Laufzeit: 107 Minuten
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Carl Weathers, Elpidia Carrillo, Bill Duke, Jesse Ventura, Sonny Landham, Richard Chaves
Genre: Science Fiction, Horror, Krieg
Produktionsland: USA
FSK: ab 16 Jahren

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Major Dutch durchstreift mit seinem Trupp ein dichtes Dschungelgebiet in Mittelamerika, als er auf grausam verstümmelte Leichen stößt. Irgendwann begreifen sie, dass es sich um einen unsichtbaren Gegner handelt, gegen den sie sich verteidigen müssen. Ein blutiger Alptraum beginnt für den Major und seine Männer.

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Ein in die Jahre gekommener Kultfilm wird neu aufgelegt, digital überarbeitet und dann auch noch in eine 3D-Fassung umgewandelt. Was dabei herausgekommen ist? Ein umwerfendes Erlebnis! Die nachträglich generierte 3D-Fassung ist der Hammer, von ein paar Kleinigkeiten einmal abgesehen. Man ist wirklich hautnah in der Dschungelwelt mit dabei und das verpasst dem alten Streifen noch einmal den Anschein des „Neuen“, denn teilweise denkt man wirklich, man sieht einen neuen Film.

Soviel zur wirklich sehenswerten 3D-Fassung, aber nun zum eigentlichen Film: Schwarzenegger als Alien-Jäger überzeugt, auch wenn die dicke Zigarre nicht immer cool wirkt, sondern manchmal eher lächerlich. Die Atmosphäre und die geschickte Vermischung aus Kriegs-, Horror- und Science Fiction-Film machen John McTiernans Abenteuer zu einem außergewöhnlichen Filmerlebnis, das sich über Genre-Konventionen hinwegsetzt.
Die langsam ansteigende Panik, die von der Gruppe Besitz nimmt, ist sehr überzeugend dargestellt und findet einen visuelle bestechenden Höhepunkt im finalen Kampf Mensch gegen Alien. Die Stimmung in diesem Endkampf besticht durch eine Optik, die mich an das Ende von „Apocalypse Now“ erinnert und nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt. „Predator“ hat nichts, aber auch gar nichts, von seinem Reiz verloren, obwohl fast 30 Jahre alt. Im Gegenteil: Durch die digitale Bearbeitung wirkt der Film nur an wenigen Stellen veraltet.

Die Musik von Alan Silvestri ist alte Schule und untermalt das Dschungelabenteuer gekonnt und stimmungsvoll. Auch die Alienmaske von Maskenbildner-Veteran Stan Winston ist einfach nur der Hammer! Wenn ich solche „alten“ Filme sehe, wünsche ich mir immer wieder eine Rückkehr in diese Ära, wo Computer-Effekte eher seltener eingesetzt wurden.

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Fazit: Noch immer wirkungsvoll, atmosphärisch und enorm spannend. „Predator“ ist und bleibt Kult und in der vorliegenden 3D-Fassung ist der Film ein Genuß allererste Güte.

© 2015 Wolfgang Brunner

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