Wild At Heart (1990)

Wild

Originaltitel: Wild At Heart
Regie: David Lynch
Drehbuch: Barry Gifford
Kamera: Frederick Elmes
Musik: Angelo Badalamenti
Laufzeit: 120 Minuten
Darsteller: Nicholas Cage, Laura Dern, Willem Dafoe, Harry Dean Stanton, Diane Ladd, Isabella Rossellini
Genre: Drama, Literatur
Produktionsland: USA
FSK: ab 16 Jahren

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Sailor und Lula sind ein Paar, das ihre Liebe und Freiheit genießt. Als Sailor einen Freund von Lulas Mutter bedroht, kommt er für ein paar Monate ins Gefängnis. Die Straftat wurde von Lulas Mutter, die die Beziehung zwischen ihrer Tochter und Sailor nicht gerne sieht,  geschickt inszeniert und Sailor tappte in die Falle. Nachdem er aus dem Gefängnis wieder entlassen wird, beschließen Lula und er, zu fliehen. Doch Lulas Mutter möchte Sailor lieber tot sehen, als dass er eine Beziehung zu Lula aufrecht erhält, und hetzt dem Liebespaar einen Auftragskiller hinterher.

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David Lynchs Roadmovie und skurrile Hommage an den „Zauberer von Oz“ zeigt auch nach fast 25 Jahren noch seine Wirkung. Auch wenn die ein oder andere Szene heute etwas „veraltet“ daher kommt, so waren diese seinerzeit einfach nur visionär. Es ist unübersehbar, dass „Wild AT Heart“ und „Twin Peaks“ zur etwa gleichen Zeit entstanden sind. Zu viele Szenen in „Wild At Heart“ erinnern an die Kult-TV-Serie aus der Feder von David Lynch und Mark Frost.

Nicholas Cage und Laura Dern sind einfach umwerfend in ihren Rollen. Auch wenn Dern manchmal etwas „nervig“ spielt und Cage oft „übertrieben“ posiert, so machen wohl genau diese Dinge den unvergleichen Reiz dieses filmischen Meisterwerks aus. Dieses Liebespaar bleibt einfach im Gedächtnis, ob man will oder nicht.

Besonders erwähnen möchte ich die fabelhafte Musik von Angelo Badalamenti, der sich beim Hauptthema dieses Films an Richard Strauss‘ „Im Abendrot“, einem der genialen „Vier letzten Liedern“, bedient hat. Diese Melodie verbinde ich nun automatisch immer mit Sailor und Lula, so beeindruckend wurde sie im Film eingesetzt.
Es wäre kein Film von David Lynch, wären da nicht die oftmals provozierenden und schrägen Ideen. Aber, „Wild At Heart“ ist einer jener Ausnahmefilme von David Lynch, den man zumindest beim ersten Ansehen versteht. 😉

Auch wenn der Streifen schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, sehenswert und visionär ist er immer noch. Und unübersehbar ein Lynch – Kult eben!

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Fazit: Schräg und visionär, schauspielerisch umwerfend und mit einer genialen Musik. „Wild At Heart“ ist ein in die Jahre gekommener Kultfilm, der aber, wenn man sich auf ihn einlässt, nach wie vor seine faszinierende Wirkung auf den Zuschauer nicht verloren hat.

© 2014 Wolfgang Brunner

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