WER – Das Biest in dir (2013)

Wer-Das-Biest-in-Dir-DE

Originaltitel: Wer
Regie: William Brent Bell
Drehbuch: William Brent Bell, Matthew Peterman
Kamera: Alejandro Martinez
Musik: Brett Detar
Laufzeit: 89 Minuten
Darsteller: A.J. Cook, Oaklee Pendergast, Sebastian Roche, Simon Quarterman, Vik Sahay, Scott O’Connor
Genre: Horror, Thriller
Produktionsland: USA
FSK: ab 18 Jahre (uncut)

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Ein Familienvater und sein Sohn werden auf bestialische Weise getötet. Nur die Mutter überlebt und berichtet von einem riesigen, stark behaarten Mann, der das Verbrechen begangen haben soll.
Es dauert nicht lange und Talan Gwynek, auf den die Beschreibung passt, wird des Verbrechens beschuldigt und verhaftet. Seine Pflichtverteidigerin glaubt zunächst an seine Unschuld. Doch je tiefer sie in seine Vergangenheit eindringt, desto unsicherer wird sie. Bei einem medizinischen Test gerät der Angeklagte völlig außer Kontrolle und richtet ein Blutbad an. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei Gwynek um einen Werwolf handelt …

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„Wer“ ist für mich einer der besten Werwolf-Filme seit „American Werewolf“. Auch wenn „Wolfman“ von der Atmosphäre her ganz gut war, so kommt er an „Wer“ für mich nicht heran.
William Brent Bells neuer Film nach „The Devil Inside“  besticht durch eine sehr authentische Machart. Der Wechsel zwischen Found Footage (das ich mittlerweile eigemtlich gar nicht (mehr) mag) und „Normalfilm“ funktioniert hervorragend und macht „Wer“ zu einem sehr realistischen Erlebnis.

Die „Vermenschlichung“ des Werwolf-Monsters ist Bell so richtig gut gelungen und der Film „dümpelt“ die erste Hälfte relativ ruhig dahin, was mir sehr gut gefallen hat. In der zweiten Hälfte geht es aber dann gewaltig zur Sache und es wird nicht mit blutigen (so richtig gut gemachten) Effekten gespart. Die Schauspieler haben mir allesamt gefallen, wobei A. J. Cook als Pflichtverteidigerin am meisten herausstach (von Scott O’Connor als Werwolf einmal abgesehen). Die Darstellung des uralten Werwolf-Mythos wurde hier innovativ und glaubhaft umgesetzt.

Den Schluß hätte ich mir allerdings etwas unspektakulärer und nicht so klischeehaft gewünscht. Da wird eine finale Auseinandersetzung als Höhepunkt angestrebt, die, hätte man sie weggelassen, dem Film zu einen für mich besseren Ende verholfen hätte. Ich kann leider nicht zuviel verraten ohne zu spoilern, aber eine etwas ruhigere bzw. nicht so dramatische Gangart am Schluß hätte mich fast die volle Punktzahl für diesen Film vergeben lassen. Das Finale, auch wenn wirklich gut gemacht, veranlasst mich aber leider dennoch zu einem Punkteabzug. Nichtsdestotrotz ist „Wer – Das Biest in dir“ eine überraschend frische Interpretation des Werwolf-Genres und macht diesen für mich zu einem echten Highlight.

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Fazit: Innovativ und rasant in Szene gesetzter Werwolf-Thriller, der in der zweiten Hälfte mit guten und blutigen Effekten aufwartet. Trotz des klischeehaften Endes ein perfekter Horrorfilm, der  spannende und glaubhafte Unterhaltung bietet.

© 2014 Wolfgang Brunner

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