The Descent (2005)

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Originaltitel: The Descent
Regie: Neil Marshall
Drehbuch: Neil Marshall
Kamera: Sam McCurdy
Musik: David Julyan
Laufzeit: 99 Minuten
Darsteller: Shauna Macdonald, Natalie Jackson Mendoza, Alex Reid, Saskia Mulder, MyAnna Buring, Nora-Jane Noone
Genre: Horror, Thriller
Produktionsland: Vereinigtes Königreich
FSK: ab 18 Jahren (uncut)

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Sechs Extremsportlerinnen erkunden eine noch unerforschte Höhle. Als sie durch den Einsturz eines Durchgangs einen neuen Ausgang suchen müssen, entdecken sie, dass sie nicht alleine in den unterirdischen Grotten sind. Irgendetwas macht Jagd auf sie …

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Ich habe „The Descent“ bis jetzt drei Mal gesehen und muss immer wieder feststellen, dass die Spannung dieses Horrorthrillers extrem an meinen Nerven zerrt, obwohl ich die Handlung kenne.
Wunderschöne Landschafts- und Naturaufnahmen enden in einem beklemmenden Horrortrip unter der Erde, bei dem man die Platzangst der Protagonisten derart intensiv spürt, als wäre man selbst zugegen. Wer klaustrophobisch veranlagt ist, sollte sich gut überlegen, ob er sich auf dieses Abenteuer einlässt, denn es gibt nicht nur eine Szene, bei der man selbst fast die Nerven verliert.

Schon kurz nach dem Abstieg in die Höhle breitet sich eine bedrückende Atmosphäre aus, die ihren Höhepunkt erreicht, als die fremden, menschenähnlichen Kreaturen erscheinen und die Kletterinnen attackieren.
Die schauspielerischen Leistungen sind in Ordnung und man nimmt den Darstellern ihr Handeln ab. Aber „The Descent“ lebt gar nicht so wirklich von den Darstellern, sondern eher von der unheimlichen Stimmung und den Schockmomenten. Der Thriller gleicht einer Geisterbahnfahrt, nur dass hier die Kreaturen einen wirklich erschrecken, wenn sie aus dem Nichts auftauchen.

Auch wenn ein paar Szenen übertrieben wirken und der Regisseur an manchen Stellen meines Erachtens besser einen Gang zurückschalten hätte sollen, wirkt „The Descent“ dennoch nie unbeabsichtigt komisch. Die Kreaturen sind absolut gruselig und jagen einem immer wieder aufs Neue Angst ein.

Die Handlung ist eigentlich nicht wirklich der Rede wert. Man erfährt nämlich zum Beispiel nie, woher die Kreaturen stammen. Aber das ist irgendwie nicht weiter schlimm, denn der Gruselfaktor wiegt diese „Fehler“ schlichtweg auf.

*

Fazit: Gruseliger, atmosphärischer Höhlenkletter-Horror, der die Spannung bis (fast) ins Unterträgliche steigert. Wer Platzangst hat, sollte allerdings die Finger von „The Descent“ lassen, alle anderen erwartet ein wirklich spannender und effektvoll gruseliger Horrorfilm.

© 2014 Wolfgang Brunner

2 Gedanken zu “The Descent (2005)

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