Sein & Schein – SOKO Wien (2009)

SOKO Wien

Originaltitel: Sein & Schein
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Stefan Hafner, Thomas Weingartner
Kamera: David Sanderson
Musik: Bob Gutdeutsch
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Sandra Cervic, Helmut Bohatsch
Genre: Krimi
Produktionsland: Österreich
FSK: k.A.

*

Am rechten Donauufer wird die Leiche von Fred Kowalski entdeckt. Er war Obmann der nahegelegenen Kleingartensiedlung „Rosenthal“. Bei den Nachforschungen entdeckt das Ermittlerteam, dass sich Kowalski nicht nur einen Feind in der nach außen hin idyllisch wirkenden Kleingartensiedlung gemacht hat. Nun gilt es, den Mörder aus der Vielzahl an Verdächtigen herauszufischen.

*

Bei dieser Folge entführt uns Regisseur Robert Sigl in die Intrigenwelt der Kleingärtner. „Sein und Schein“ mutet fast schon wie eine Folge der kultigen Serie „Picket Fences“ an, in der Tom Skeritt als Sheriff James Brock skurille Todesfälle aufklärt. Desweiteren fühlte ich mich an die (nach außen hin) scheinheilige Welt der gepflegten Vorgärten, wie David Lynch am Anfang seines Thrillers „Blue Velvet“ zeigte, erinert.
Sigl schafft eine ähnliche Atmosphäre, in der eben nicht alles so ist, wie es nach außen hin aussieht. Die Ermittler wirken in dieser Folge sehr witzig, was dazu führt, dass man sich desöfteren mit einem Schmunzeln ertappt, wenn man den Recherchen des SOKO-Teams  mitverfolgt.
Dass gerade dieser schräge Humor und Wiener Schmäh ausgerechnet von einem deutschen Regisseur so überzeugend eingefangen und „gepackt“ wurde, spricht für Sigls Feingespür. Die österreichischen Zuseher dankten es ihm auf jeden Fall und machten „Sein und Schein“ zu einer der beliebtesten Folgen.

Die teils skurillen „Gestalten“, die sich in dieser Folge tummeln, wirken oftmals überzogen, was „Sein und Schein“ wieder einmal den Stempel einer Ausnahmefolge aus der Erfolgsserie aufdrückt.  Wie bereits Sigls „Preis der Schönheit“-Folge knackte auch seine „Sein oder Schein“-Inszenierung  die 4 Millionen-Zuschauer-Hürde, was diese Folge zu einer der erfolgreicheren der fünften SOKO-Staffel macht.

Auffällig sind auch die oft ungewöhnlichen Kameraeinstellungen. „Sein und Schein“ macht Spaß und zeigt erneut, dass TV-Serien ohne Weiteres auch Niveau haben können.  Dank guten Schauspielern und einem fähigen Regisseur …

*

Fazit: Erneut beweits Robert Sigl mit dieser SOKO-Folge, dass er ein visueller Regisseur ist, der ein Drehbuch entsprechend in Szene setzen kann. „Sein und Schein“ gefällt durchwegs.

© 2014 Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Sein & Schein – SOKO Wien (2009)

  1. Pingback: Gefallene Engel – SOKO Wien (2009) | Film-Besprechungen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s