Shoot ‚Em Up (2007)

Shoot

Originaltitel: Shoot ‚Em Up
Regie: Michael Davis
Drehbuch: Michael Davis
Kamera: Peter Pau
Musik: Paul Haslinger
Laufzeit: 83 Minuten
Darsteller: Clive Owen, Paul Giamatti. Monica Belucci, Stephen McHattie, Greg Bryk
Genre: Action
Produktionsland: USA
FSK: ab 18 Jahren

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Ein Mann namens Smith beobachtet, wie eine hochschwangere Frau von einem Killer bedroht wird. Smith hilft der Frau sogar, das Kind zur Welt zu bringen, muss aber mit ansehen, wie die Frau von dem Killer erschossen wird. Zusammen mit dem Neugeborenen ergreift Smith die Flucht und versucht mit einer befreundeten Prostituierten herauszufinden, warum die Mutter des Babys sterben musste und die Killer die Jagd noch immer nicht aufgeben. Denn jetzt befindet sich Smith in ihrem Visier, der bald schon erkennt, dass die Mörder nicht hinter der Mutter, sondern hinter dem Baby her waren.

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Shoot ‚Em Up“ ist einfach der Knaller!
Ich habe selten so einen rasanten, innovativen und intelligent lustigen Actionfilm gesehen. Die vier Hauptdarsteller Clive Owen, Monica Belucci, Paul Giamatti und natürlich das Baby Oliver 😉 bilden ein perfekt aufeinander eingespieltes Team, so dass das Zuschauen so richtig Spaß macht. Alleine schon die Anfangssequenz ist an Action und Situationskomik kaum zu überbieten.
Der Zuschauer bekommt eine Mischung aus James Bond und Mission Impossible zu sehen, die aber dennoch absolut eigenständig ist und mit ausgeklügelten Ideen aufwarten kann.

Ein Mann, der etwas gegen die Proleten dieser Welt hat, eine Prostituierte und ein Baby, das auf Heavy Metal steht, sind die Helden dieses Films. Und ein besessener Killer, der von einem aufs andere Mal ausgetrickst wird und die Welt nicht mehr versteht: Das ist Shoot ‚Em Up. Das Blut spritzt in Massen und ausgefallene, schräge Ideen werden einem minütlich präsentiert.

Das Baby ist überall mit dabei und Regisseur Michael Davis schafft damit einen noch nie dagewesenen Spannungsbogen, denn der Zuseher fiebert mit, sorgt sich um das Baby. Clive Owen geht in seiner Rolle so richtig auf und ist für mich eine absolute Top-Besetzung. Seine eigentümliche Art macht einfach Spaß, wenn er zum Beispiel einen Auto fahrenden Rowdy „bestraft“. Das ist einfach nur genial. Auch Monica Belucci als Prostituierte vermag absolut zu überzeugen.

Schauspielerischer Höhepunkt war für mich allerdings Paul Giamatti, der den Killerboss so intensiv darstellt, dass es mir manchmal die Sprache verschlug. Seine Schauspielerei erinnerte mich an den „alten“ Richard Dreyfuss und hat mich absolut begeistert. Die Rolle war ihm auf den Leib geschnitten und wenngleich man Giamatti in der Regel eher als „Guten“ sieht, so hat er den Part des Bösewichts hier oskarreif hingelegt.

Die rasante Inszenierung lässt keine Sekunde Langeweile aufkommen, begeistert mit innovativen Schießereien (die zwar unrealistisch sind, aber ungemein Spaß machen) und einer Fülle an komischen Szenen, Dialogen und Sprüchen, die einen zwischendurch immer wieder zum laut Auflachen bringen. Shoot ‚Em Up ist Unterhaltungskino im wahrsten und besten Sinne des Wortes.

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Fazit: Blutiger und unglaublich amüsanter ActionFilm mit einem überragenden Paul Giamatti als Bösewicht. Clive Owen, Monica Belucci und Baby Oliver setzen dem Ganzen dann noch die Krone auf. Für mich zählt Shoot ‚Em Up eindeutig zu den Kultfilmen der Neuzeit.

© 2014 Wolfgang Brunner

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