Böser Zauber – SOKO Wien (2009)

böser zauber

Originaltitel: Böser Zauber
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Stefan Brunner
Kamera: David Sanderson
Musik: Bob Gutdeutsch
Laufzeit: 45 Minuten
Darsteller: Stefan Jürgens, Gregor Seberg, Lilian Klebow, Dietrich Siegl, Sandra Cervic, Nikolai Kinski
Genre: Krimi, Thriller
Produktionsland: Deutschland
FSK: k.A.

*

Der Zauber- und Entfesslungskünstler Anatol Opitz lässt sich gefesselt in einen verschlossenen Wassertank sperren. Allerdings gelingt es ihm dieses Mal nicht, das Schloss zu entsperren, denn der Schlüssel, den er im Mund versteckt hält, passt nicht. Anatol ertrinkt auf offener Bühne, während sein Bruder Sebastian, der für seine Sicherheit zuständig ist, bewusstlos hinter der Bühne liegt.
Revierinspektorin Penny Lanz, die seit einiger Zeit ein Verhältnis mit dem Magier hatte, wird Augenzeuge des offensichtlichen Mordes.  Bei den Ermittlungen entdeckt sie, dass Anatol verheiratet war. Die erste Spur führt nämlich zur eifersüchtigen Ehefrau …

*

„Böser Zauber“ ist die neunte Folge der fünften Staffel aus der Serie „SOKO Wien“. Ziemlich gewagt (zumindest für Fernsehverhältnisse) fängt die Folge an und erinnerte mich spontan an die Filme von Nicholas Roeg.
Spannend wird der Fall, in dem Penny Lanz dieses Mal eine große Rolle spielt, von Robert Sigl nach einem Drehbuch von Stefan Brunner, der bereits für mehrere SOKO-Folgen tätig war, inszeniert.  Lilian Klebow spielt sehr sympathisch und lässt in dieser Folge keine Langeweile aufkommen. Und auch Nikolai Kinski, der mir im Tatort „Rache-Engel“ nicht so gut gefallen hat, belehrt mich in dieser SOKO-Folge eines besseren. Seine Art zu schauspielern erinnert tatsächlich ein wenig an seinen Vater. Und hier hat er mir dann auch gefallen. 🙂

Die wirklich gute Kameraarbeit von US-Amerikaner David Sanderson, der schon desöfteren mit Robert Sigl zusammenarbeitete, macht den Film sehr kurzweilig. In der Schlusseinstellung zum Beispiel spiegelt sich eine Maske im Auge von Lilian Klebow. Das wurde hervorragend von Sanderson eingefangen. Auch die schnellen Schnitte gegen Ende des Films haben mir sehr gut gefallen.

Das restliche Ermittlerteam, dargestellt von Stefan Jürgens, Gregor Seberg und Dietrich Siegl, agiert wie gewohnt gut.
Unter anderem mit der Anfangssequenz beweist Robert Sigl, was in ihm steckt. Diese „Sex“-Szene ist hervorragend inszeniert und fotografiert. Die dazu passende Musikuntermalung von Bob Gutdeutsch könnte einen tatsächlich vergessen lassen, dass man „nur“ einen Fernsehfilm sieht. Die nach einer knappen Viertelstunde gezeigten Rückblenden, als sich Penny an den Abend mit ihrem Liebhaber erinnert, sind absolut faszinierend gemacht.
„Böser Zauber“ ist ein guter Thriller, ein solider, sehr schön inszenierter Krimi, der enormen Spaß macht.

*

Fazit: Gute Regie, gute Kameraarbeit, schöne Musik und eine tolle Lilian Klebow machen diese SOKO-Folge zu einem „kleinen Ereignis“. Gerade die Tatsache, dass hier einmal die Ermittlerin Penny eine große Rolle übernimmt, zeichnet diese Folge aus.

© 2014 Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Böser Zauber – SOKO Wien (2009)

  1. Pingback: Gefallene Engel – SOKO Wien (2009) | Film-Besprechungen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s