I, Frankenstein (2014)

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Originaltitel: I, Frankenstein
Regie: Stuart Beattie
Drehbuch: Stuart Beattie, Kevin Grevioux
Kamera: Ross Emery
Musik: Johnny Klimek, Reinhold Heil
Laufzeit: 92 Minuten
Darsteller: Aaron Eckhart, Yvonne Strahovski, Miranda Otto, Bill Nighy, Jai Courtney
Genre: Fantasy, Action
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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In einer dystopischen Welt wird Frankensteins Monster in einen apokalyptischen Krieg zwischen Dämonen und uralten Gargoyles verwickelt, die um die Zukunft der Erde kämpfen.

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Das erste,  das mir zu I, Frankenstein einfällt ist: Ähm, was war das denn?
Effekteüberladenes Filmchen mit Null Handlung und keinem einzigen Highlight. Halt, ein Highlight gab es doch: Die Filmmusik von Johnny Klimek und Reinhold Heil, die mich zuletzt mit ihrem gemeinsamen Score zu Cloud Atlas so richtig begeisterten.

Ansonsten ist I, Frankenstein ein künstlich aufgeblähter Effekte-Luftballon, dem bereits nach den ersten zehn  Minuten stetig die Luft ausgeht. Irgendwie kommt es mir vor, als wäre der Film nur noch für Popkorn verspeisende Kinogänger produziert worden, die Filmhandlungen sowieso nicht verstehen, ob es eine gibt oder nicht. Hauptsache, es kracht und rummst.
Das tut es auch, aber, ehrlich gesagt, haben mich auch die teuer produzierten Computereffekte bis auf klitzekleine Ausnahmen, nicht überzeugt.
Mit den knapp 65 Millionen Dollar Produktionskosten hätte man locker zehn sinnvolle Filme in Auftrag geben können. Im Falle I, Frankenstein verstehe ich wirklich nicht, wie Produzenten Geld dafür „opfern“ konnten, um so einen Müll ins Leben zu rufen.

Da gibt es so gut wie gar nichts, was positiv auffällt: Die Charactere zeigen absolut keinen Tiefgang, man leidet oder fiebert in keiner Sekunde mit ihnen. Die Handlung hat mehr Logikmängel als ein Emmentaler Löcher hat. Man sucht verzweifelt während des ganzen Films nach einem Sinn, findet ihn  aber leider bis zum Schluss nicht. 😦

In den ersten paar Minuten war ich sogar noch von den schönen Landschaftsaufnahmen angetan, aber die verschwinden alsbald im wirbelnden Computereffekte-Strudel, bei dem man bereits nach einer halben Stunde die Lust verliert. Auch schauspielerisch konnte ich dem Film beim besten Willen nichts abgewinnen: Aaron Eckhart, der mir in World Invasion: Battle Los Angeles noch gefallen hat, ist wahrscheinlich das schönste Frankenstein-Monster der Filmgeschichte. Und wenn er mit seinem Stahlschädel Eisentore und mehrere Steinwände sprengt, aber danach am Rücken genäht werden muss, dann ist das für mich mehr als lächerlich.

Schade, dass solche Geldsummen in einen nichtssagenden Film gesteckt werden, obwohl wahrscheinlich einige gute Independent-Regisseure auf ihre Chance warten und für ein Zehntel der Produktionskosten kleine (oder auch große) Meisterwerke abliefern könnten und auch würden.

I, Bavarian sage zu I, Frankenstein einfach nur: So ein Schmarrn!

*

Fazit: Absolut handlungsleere, schauspielerisch unbedeutende Effekte-Orgie, die nicht einmal fürs Popcorn-Kino mit „Hirn aus-Film einfach nur genießen“-Faktor taugt. Für mich die größte Enttäuschung des Jahres!

© 2014 Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “I, Frankenstein (2014)

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