Pompeii (2014)

pompeii

Originaltitel: Pompeii
Regie: Paul W. S. Anderson
Drehbuch: Janet Scott Batchler, Lee Batchler, Michael Robert Johnson
Kamera: Glen MacPherson
Musik: Clinton Shorter
Laufzeit: 102 Minuten
Darsteller: Kit Harrington, Carrie-Ann Moss, Emily Browning, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Kiefer Sutherland
Genre: Katastrophenfilm, Drama
Produktionsland: Kanada, Deutschland
FSK: ab 12 Jahren

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Der Sklave Milo kämpft als Gladiator in der Arena von Pompeii um sein Leben. Als er Cassia, die Tochter des wohlhabenden Lucretius, trifft, verlieben sich beide auf den ersten Blick ineinander. Doch eine Liebe zwischen der hübschen Bürgerstochter und einem Sklaven ist nicht möglich. Erst als der nahegelegene Vulkan Vesuv ausbricht und Pompeii in einen chaotischen Ort des Grauens verwandelt, trifft Milo die Entscheidung, nicht nur sein Leben, sondern auch das der geliebten Cassia zu retten.

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Pompeii ist bombastisch! Manchmal sogar zu bombastisch, aber mehr dazu später. Zuerst einmal war ich sehr von Kit Harrington angetan, der die Rolle des Gladiators fabelhaft und überzeugend meistert. Die Kampfszenen erinnern zwar unweigerlich an Ridley Scotts Meisterwerk Gladiator, wirken aber dennoch nie kopiert. Auch wenn die Handlung klischeehaft ist, hat Anderson sie hervorragend inszeniert, so dass nie Langeweile aufkommt, während man dem spektakulären Vulkanausbruch entgegenfiebert.
Ziemlich geschickt wird zwar immer wieder auf die Bedrohung durch den Vesuv hingewiesen, aber bis es zum Ausbruch kommt, wirft Anderson sein größtes Augenmerk auf Milos Schicksal und die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Cassia und dem Sklaven.
Kiefer Sutherlands Schauspiel  als unsymptahischer Senator Corvus macht einen oftmals aggressiv, mit anderen Worten: Sutherland macht seine Sache ziemlich gut. 😉

Die Katastrophe zieht sich dann durch die gesamte zweite Hälfte des Films und ist wirklich sehr spektakulär und beeindruckend gemacht. Nun komme ich aber zu einem Manko, das mich wirklich gestört hat und dem Film den Großteil seiner Authentizität genommen hat: Da fliegen Gesteinsbrocken durch die Luft, die Erde bricht ein, Feuer überall – also großes, großes Drama. Und dann kämpfen Milo und Senator Corvus miteinander, oder es spielt sich gerade eine ruhige Liebesszene ab, und … plötzlich herrscht in Pompeii Ruhe. Keine Brocken fliegen durch die Luft, kein Krach und Scheppern, alles still!
Lieber Regisseur: Auch wenn sich Menschen küssen oder Feinde gegeneinander kämpfen, hält die Naturkatastrophe nicht inne, um den Moment nicht mit ihrem lauten Getöse zu stören.
Normalerweise achte ich auf solche Dinge nicht wirklich, aber bei Pompeii hat es mich gestört.

Auch wenn das Ende ziemlich kitschig war, so hat es mir sowohl von der Idee wie auch von der Umsetzung gefallen.

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Fazit: Bombastisch, spannend und monumental! Schöne, wenngleich auch recht einfach gestrickte Handlung, mit guten Schauspielern und einem absolut passenden Score von Clinton Shorter. Die Stadt Pompeii erwacht in diesem Film wieder zum Leben, um in einer atemberaubenden Effekte-Orgie mit viel Getöse unterzugehen.

© 2014 Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Pompeii (2014)

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