Source Code (2011)

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Originaltitel: Source Code
Regie: Duncan Jones
Drehbuch: Ben Ripley
Kamera: Don Burgess
Musik: Chris P. Bacon
Laufzeit: 93 Minuten
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga
Genre: Thriller, Science-Fiction
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren (in Wikipedia steht mal wieder FSK 12 – komisch)

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Der Soldat Colter Stevens wacht im Körper eines Fremden auf und ihm bleiben bloß acht Minuten, um seinen Job zu erledigen. Spätestens nach 8 Minuten wird der Zug nach Chicago, in dem er sich zur Zeit befindet, nämlich in die Luft fliegen. Stevens nimmt an einem Experiment teil, bei dem er die letzten Minuten im Leben eines Verstorbenen durchleben soll, um nach Hinweisen über eine Bombe zu suchen. Zuerst findet er nichts und muss mehrere Male miterleben, wie der Zug explodiert. Langsam wird ihm klar, dass er das so lange wiederholen muss, bis er die Bombe und den Attentäter gefunden hat. Die Zeit drängt denn es kündigt sich noch eine viel größere Katastrophe an …

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„Source Code“ ist ein Thriller des britischen Regisseurs Duncan Jones aus dem Jahr 2011. Der Film handelt von Paralelluniversen und Versuchen, die Vergangenheit zu verändern. Am Anfang ist er sehr verwirrend und nicht leicht zu verstehen. Doch nach und nach versteht man, worauf die Filmemacher hinauswollen. Der Film hat Schauspieler, die ihre Sache perfekt machen und denen es wirklich Spaß macht zuzusehen. Ich hab mir den Film schon mehrere Male angesehen, weil ich versuchen wollte, ihn zu verstehen und interpretieren. Nur leider muss ich als Rationalist zum Schluss feststellen, dass der Film größtenteils unlogisch ist. Da der Film aber sowieso im Bereich der Science-Fiction spielt, ist das nicht unbedingt vermeidbar. Wer also nicht genau hinschaut, hat hier einen sehr guten und spannenden Film vor sich. Deshalb werde ich hier auch nicht weiter auf die meiner Meinung unlogischen Elemente eingehen, um jemandem, der den Film noch nicht kennt und ihn sich ansehen möchte, denselbigen nicht zu vermiesen.

Gut, der Plot ist nicht schlecht, auf sowas muss man erst einmal kommen. Doch ich finde ihn viel zu überladen. Der Film wird nach ungefähr 45 Minuten, wenn der Zuschauer halbwegs im Bilde ist, so ziemlich holprig und strukturlos. Mal forscht man nach dem geheimnisvollen Bombenleger, mal erfährt man mehr über Colters persönliches Schicksal. Es wird alle 5 Minuten versucht, eine neue Überraschung im Film zu präsentieren, um den Zuschauer bei der Stange und die Spannung oben zu halten. Das funktioniert aber nur bedingt, wie ich finde. Man hat nicht das Gefühl, dass sich der Protagonist seines Auftrages – der potentiellen Rettung hunderter Menschenleben – wirklich bewusst ist. Zum Schluss wird der Film gar noch mystisch und philosophiert über das Leben nach dem Tod, obwohl das am Anfang überhaupt nicht Thema des Filmes war. Ich wurde nach der Erstsichtung des Filmes ziemlich ratlos zurückgelassen und hatte viele unbeantworte Fragen. Einige konnte eine Zweit- und Drittsichtung klären, aber bei weitem nicht alle.

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Fazit: Die Grundidee von „Source Code“ ist eigentlich gar nicht so schlecht. Denn das Potential zu einem packenden Sci-Fi-Thriller ist durchaus vorhanden. Doch das unnötig überladene Script, die fehlenden Fokussierung auf die Kernaspekte des Filmes und die logischen Seltsamkeiten bringen das nur schlecht zum Ausdruck. Schade, wäre mehr drin gewesen!

© 2014 Lucas Dämmig

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