School’s Out 2 – Insel der Angst (2001)

school 2

Originaltitel: Die Insel der Angst
Regie: Robert Sigl
Drehbuch: Kai Meyer
Kamera: Sven Kirsten
Musik: Jörg Rausch
Laufzeit: 94 Minuten
Darsteller: Katharina Wackernagel, Anne Kanis, Luise Bähr, Alexandra Finder, Barnaby Metschurat
Genre: Horror
Produktionsland: Deutschland
FSK: ab 16 Jahren

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Nina erholt sich von den Ereignissen, die in School’s Out passierten, in einem Sanatorium, das sich auf einer idyllischen Insel vor der Küste der Bretagne befindet.  Doch sie kann die Schrecken jener Nacht in der Schule nur schwer vergessen. Außerdem, so erzählt man sich im Sanatorium, erscheint auf der Insel in der Walpurgisnacht  eine untote Nonne, die eine blutige Spur hinterlässt.

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School’s Out 2 ist eigentlich keine Fortsetzung im klassischen Sinne. Die Hauptprotagonistin Nina spielt zwar wieder mit und ein paar Verweise auf den ersten Teil kommen vor, aber insgesamt ist School’s Out 2 – Insel der Angst für mich ein eigenständiger Film.
Eines ist für mich ganz klar: er ist aus meiner Sicht besser als sein Vorgänger. Das mag zum einen an der wirklich wunderbaren Kulisse liegen, in der sich die Handlung abspielt (eine idyllische Insel an der bretonischen Küste – übrigens toll, dass tatsächlich an den Originalschauplätzen, die im Drehbuch standen,  gedreht wurde), zum anderen aber auch an der Inszenierung selbst und einer hervorragenden Kameraarbeit.

Sigl lässt mehr Spannung und Atmosphäre aufkommen und setzt die ausdrucksstarke Kulisse des Schlosses / Internats gekonnt in Szene. Auch wenn anfangs kaum echte Gruselatmosphäre aufkommt, so entwickelt School’s Out 2 dennoch einen sehr gekonnten Spannungsbogen, der sich zum Ende hin immer mehr steigert. Die Mordszenen sind relativ verhalten, aber auch hier schlägt wohl der „Fernsehtouch“ zu Buche. Ich bin sicher, dass der Film bedeutend blutiger ausgefallen wäre, hätte man Sigl freie Hand gelassen.
Aber vielleicht macht ja gerade diese fast schon ruhige Gangart genau die Stimmung aus, die mir an School’s Out 2 so gefallen hat.

Absolut positiv zu erwähnen sind auch der passende Soundtrack von Jörg Rausch, der manchmal an die Horrorfilme der 80er Jahre erinnert, und die beeindruckende Kameraarbeit von Sven Kirsten. Die Kamerafahrten sind rasant und ideenreich, da wird auch schon mal mit Spiegeleffekten in den Augen der Protagonisten gespielt, was für eine deutsche Produktion sehr ausgefallen ist. Regie, Musik und Kamera machten auf mich einen sehr anspruchsvollen Eindruck, der die „Längen“ am Anfang (na ja, wirkliche Längen waren es ja eigentlich gar nicht, sondern eher eine stimmungsvolle „Einführung“ in die Handlung) problemlos in Vergessenheit geraten lässt.

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Fazit: Handwerklich bessere Fortsetzung von School’s Out, die vor allem durch Regie, Musik und hervorragende Kameraarbeit überzeugt. Harte Splatterfans könnten durch die relativ ruhige Inszenierung enttäuscht werden. Wer sich aber auf die Atmosphäre der idyllischen Insel einlässt, wird mit einem ausdrucksstarken und auch spannenden deutschen Horrorfilm belohnt.

© 2014 Wolfgang Brunner

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