Killing Moves (2002)

killingmoves

Originaltitel: Assassination Tango
Regie: Robert Duvall
Drehbuch: Robert Duvall
Kamera: Félix Monti
Musik: Luis Enríquez Bacalov
Laufzeit: 109 Minuten
Darsteller: Robert Duvall, Rubén Blades, Kathy Baker, Luciana Pedraza, Julio Oscar Mechoso
Genre: Thriller, Tanzfilm
Produktionsland: USA, Argentinien
FSK: ab 12 Jahren

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Der alternde Auftragskiller John J. wird für einen Job nach Argentinien geschickt. Doch der Mann, den er töten soll, ist außer Land und so vertreibt sich John die Zeit mit Manuela, einer wunderschönen Tango-Tänzerin. Vollkommen verzaubert von Manuela, zerbricht plötzlich die Idylle, als die Realität, nämlich einen tödlichen Auftrag zu erledigen, wieder über ihn hereinbricht.

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Killing Moves, der im Original übrigens Assassination Tango heißt – was dem Inhalt des Filmes bedeutend näher kommt, als der bescheuerte „deutsche“ Titel, der ja eigentlich auch wieder englisch ist (???) – ist ein cineastischer Zwitter. Es dauert ziemlich lange, bis man sich daran gewöhnt hat, dass sich Duvall nicht zwischen Thriller, Liebesdrama und Tanzfilm entscheiden kann. Herausgekommen ist dabei ein außergewöhnlicher, ruhiger Film, der seine besten Momente immer dann zeigt, wenn die Thrillerhandlung in den  Hintergrund rückt.

Robert Duvall als alternder Killer wirkt sympathisch und wenn er seinen Charme an die schöne Tango-Tänzerin versprüht, dann macht das schon enormen Spaß, dabei zuzusehen. Killing Moves ist kein alltäglicher Film und viele gehen mit einer völlig anderen Erwartungshaltung an den Streifen, da sie sich mit Sicherheit von dem Titel irritieren  lassen. Serviert wird nämlich kein Action-Thriller sondern eine zarte Liebesromanze, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt, denn der Killer kehrt nach Erledigung seines Auftrags zu seiner Partnerin zurück und beendet die Affäre mit der Tango-Tänzerin. Mit ruhigen Bildern wird hier quasi ein „Seitensprung“ gezeigt, der berührt.

Robert Duvall meistert meiner Meinung nach beide Rollen ziemlich gut: die des Regisseurs und die des Hauptdarstellers. Killing Moves ist wieder mal so ein Film, der mich noch im Nachhinein beschäftigt hat, zeigt er doch wieder sehr viele Dinge zwischen den Bildern, die man erst im Nachhinein bemerkt.

Aufgrund des deutschen Titels reiht sich auch dieser Film in die Preisträger unserer „Golden Translation Raspberry“ ein.

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Fazit: Ruhiger Liebes- und Tanzfilm, der nur am Rande einen Thriller-Handlungsstrang benutzt. Wer einen Action-Thriller erwartet, wird enttäuscht sein. Wer sich auf die Stimmung des Films einlässt und die Story auf sich wirken lässt, wird mit einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte belohnt, die von hervorragenden Schauspielern lebt.

© 2014 Wolfgang Brunner

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