The Road (2009)

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Originaltitel: The Road
Regie: John Hillcoat
Drehbuch: Joe Penhall
Kamera: Javier Aguirresarobe
Musik: Nick Cave, Warren Ellis
Laufzeit: 112 Minuten
Darsteller: Viggo Mortensen, Kodi Smith-McPee, Charlize Theron
Genre: Drama
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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In einer nicht näher genannten Zukunft ist die seit Jahrtausenden von Menschen immer wieder gefürchtete Apokalypse greifbare Realität. Für die wenigen Überlebenden beginnt ein Kampf, solange wie möglich zu überleben. Und dafür ist vielen jedes Mittel recht. Die meisten Tiere und Pflanzen sind ausgestorben. Der Himmel ist von schwarzer Asche verdunkelt und es herrscht eine beißende Kälte. Die Sonne ist nur noch ein blasser ferner Schimmer. Inmitten dieser immer kälter werdenden Welt machen sich zwei Menschen – Vater und Sohn –  auf den Weg nach Süden, da sie wissen, dass sie einen weiteren Winter hier nicht überstehen werden. Doch in der postapokalyptischen Welt sind sie nicht die einzigen Verzweifelten, die um etwas zu essen und eine ungewisse Zukunft kämpfen …

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„The Road“ ist eine Verfilmung des gleichnamigens Romans von Cormac MrCarthy aus dem Jahr 2006, der 2007 mit dem Pulitzer-Preis für Romane ausgezeichnet wurde. Ich habe sowohl den Film gesehen als auch das Buch gelesen und muss sagen, dass sich beide perfekt ergänzen. Der Film funktioniert zwar auch, ohne das Buch zu kennen und umgedreht wohl ebenso, aber ich finde, erst beides zusammen ergibt ein stimmiges Gesamtbild. Die Verfilmung des Buches versucht sich sehr eng an selbiges zu halten, was ihr auch meistens gut gelingt. Wenn man ein Buch liest, ist es Ziel des Autors, dass sich die Atmosphäre durch die mit den Wörtern hervorgerufenen Billder in der Vorstellungskraft des Lesers manifestiert. Ein Film hingegen muss die Bilder zeigen, die die gewünschte Atmosphäre hervorrufen sollen. In diesem Fall hat das der Film ganz klar geschafft. Man kann die bedrückende Verzweiflung der Protagonisten förmlich fühlen, fast der gesamte Film ist in Grautönen gehalten, als hätte man einen Farbfilter vorgelegt. Man hat fast das Gefühl, einen Schwarz-Weiß-Film zu sehen. Nur die Rückblenden, in denen sich der Vater an eine bessere Welt erinnert, die in seiner Erinnerung schon beinahe verblasst ist, und seinem Sohn davon erzählt, sind in kräftigen Farbtönen gehalten und bieten damit einen wilkommenen Kontrast zu dem immerwährenden Grau.

Aber die nervige oft irgendwie kratzige Filmmusik wirkt fehl am Platz. Am Ende schafft es der Film auch nur fast, so gut zu sein wie das Buch. Es ist zwar nicht gerade einfach, das Buch zu lesen, weil man sich erst an den Stil des Autors gewöhnen muss, aber manche Passagen in dem Buch kann man einfach mit Wörtern besser darstellen, besonders den Schluss, der im Film irgendwie missraten wirkt. Das Buch an sich ist schon, wie gesagt, eine Herausforderung. Es gibt kaum Unterteilungen in Kapitel, hin und wieder werden ein Punkt, ein Komma oder Großbuchstaben verwendet, doch es gibt keine Anführungszeichen in der wörtlichen Rede.
So ist es oft schwer, den Gesprächen zu folgen, weil man nicht immer gleich weiß, wer was gesagt hat. McCarthy sagt von sich selbst, das er einfache Aussagesätze schätzt und keinen Grund sieht, den Text mit „komischen kleinen Zeichen“ zu überstreuen. Also ist meiner Meinung nach der Film definitiv einfacher zu verstehen, als das Buch. Aber wer sich darauf einlassen kann, dem möchte ich empfehlen, erst den Film zu sehen und das Buch danach zu lesen.

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Fazit: Ein ziemlich emotionaler Film. Eine bebilderte Horrorversion unserer Welt, die wir hoffentlich nie erleben müssen. Zum Schluss mal ein Lied, das zwar nicht 100% zu dem Film passt,  aber sehr gut zu dem was er thematisiert.

© 2014 Lucas Dämmig

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3 Gedanken zu “The Road (2009)

  1. Gerade was die Musik betrifft, kann ich Deine Meinung absolut nicht teilen. Bessere und passendere Töne hätte man gar nicht finden können.

  2. Pingback: Maggie (2015) | Film-Besprechungen

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