Carriers (2009)

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Originaltitel: Carriers
Regie: Alex Pastor, David Pastor
Drehbuch: Alex Pastor. David Pastor
Kamera: Benoit Debie
Musik: Peter Nashel
Laufzeit: 81 Minuten
Darsteller: Lou Taylor Pucci, Chris Pine, Piper Perabo, Emily VanCamp, Christopher Meloni
Genre: Thriller, Drama, Science Fiction
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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Ein mutiertes Virus droht, die ganze Mesnchheit auszurotten. Die beiden Brüder Danny und Brian versuchen mit ihren Freundinnen Bobby und Kate an einen abgelegenen Strand an der Westküste zu kommen, wo sie ihre unbeschwerte Jugend verbrachten. Sie denken, dass sie dort in Sicherheit sind, um zu überleben. Auf ihrem Weg durch eine postapokalptische Welt treffen sie auf Tote und Infizierte, ständig in Gefahr, sich selbst mit dem Killervirus anzustecken.

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Carriers ist ein Endzeit-Thriller, der aber auch Elemente des Horrorfilms und Dramas besitzt. Der Roadmovie wirkt daher oft unschlüssig, was aber im Grunde genommen nicht weiter stört, weil die Handlung wirklich durchgängig spannend und auch nachvollziehbar ist.
Chris Pine, den viele als junger Captain Kirk der neuen Star-Trek-Filme kennen, spielt seine oft unsympathische Rolle gut und überzeugend.  Lou Taylor Pucci, den ich aus Horsemen und der Neuinterpretation von Evil Dead kenne,  hat mich allerdings als „kleiner Bruder“ mehr überzeugt. Seine Darstellung war sehr emotional.

Was Alex und David Pastor nur am Rande in die Handlung eingebaut haben, nämlich die glückliche Kindheit der beiden Brüder, die sich jetzt in einer postapokalyptischen, verseuchten Welt befinden, geriet für mich allerdings zum Träger des ganzen Films. Die Einblendungen am Anfang und dann am Schluss waren fast schon herzzereissend und derart melancholisch, das einem da schon die Tränen kommen konnten. Genau diese Einstellungen machten Carriers für mich auch zu einem etwas anderen Seuchenthriller, den irgendwie bekam ich dieses „Bruderding“ während des ganzen Films nicht mehr aus dem Kopf.

Man erfährt leider nicht, wie die Seuche ausgebrochen ist und was für eine Krankheit es überhaupt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass durch ein paar derartige Rückblenden der Film eine andere (und bessere) Dramatik erreicht hätte. Aber nichtsdestotrotz ist Carriers durch die einfühlsam dargestellte Bruderliebe ein empfehlenswertes Endzeit-Drama.

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Fazit: Spannend und darstellerisch guter Endzeit-Thriller, der sich durch einen melancholischen Anfang und Schluss von anderen Filmen dieser Art wohltuend abhebt. Wer einen reinen Horrorfilm erwartet, wie es das Kinoplakat erscheinen lässt, wird enttäuscht sein. Ich würde Carriers eher in die Kategorie Drama einordnen.

© 2014 Wolfgang Brunner

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