Grand Piano (2013)

Grand_Piano_DVD

Originaltitel: Grand Piano
Regie: Eugenio Mira
Drehbuch: Damien Chazelle
Kamera: Unax Mendía
Musik: Victor Reyes
Laufzeit: 90 Minuten
Darsteller: Elijah Wood, John Cusack, Kerry Bishé, Tamsin Egerton, Allen Leech, Don McManus
Genre: Thriller
Produktionsland: Spanien
FSK: ab 16 Jahren

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Starpianist Tom Selznick tritt nach 5 Jahren Pause wieder auf! Zu Ehren seines verstorbenen Lehrers will er das von ihm komponierte „Unspielbare Stück “ aufführen, das bislang von noch keinem Pianisten fehlerfrei gespielt werden konnte.
Während Selznick mit dem Konzert beginnt, findet er zwischen den Notenblättern Krakeleien eines Unbekannten, der ihm mit dem Tod droht, sollte er eine falsche Note in dem Stück spielen. Auch Selznicks Frau, eine bekannte Schauspielerin, die im Publikum sitzt, gerät in Gefahr. Der Pianist spielt um ihrer beiden Leben.

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Alfred Hitchcok hätte an diesem Film bestimmt seine Freude gehabt. Und wenn man über ein paar kleine Fehlerchen hinwegsehen kann, die im wirklichen Leben so niemals passieren würden, dann hat man als Zuschauer auch seine helle Freude an Grand Piano.

Kurzweilig und spannend entführt der Film in eine Konzertaufführung der besonderen Art. Die Atmosphäre, die Eugenio Mira mit seinen Bildern einfängt, ist schon sehr fesselnd. Hinzu kommt dann auch das fantastische Schauspiel von Elijah Wood, Kerry Bishé und dem sehr sympathischen Don McManus als Dirigent. John Cusacks Part gerät eher in den Hintergrund, denn man hört eigentlich nur immer seine Stimme, bis er die letzten 15 Minuten dann doch noch zu sehen ist. Aber nichtsdestotrotz macht er seine Arbeit enorm gut.
Elijah Wood, der bereits mit dem hammermäßigen Maniac sein Frodo-Image hinter sich ließ, schafft dies auch mit der Rolle des Pianisten Selznick. Wood kann schauspielern, aber das wussten seine Fans bereits seit Der Eissturm oder Forever Young.

Die Spannung wird in Grand Piano durchgehend gehalten, was wirklich sehr beeindruckend ist. Aber auch die musikalische Seite, die geboten wird,  ist nicht zu verachten und hinterläßt Eindruck.
Das Finale erinnert dann wirklich sehr an Hitchcock, was aber aus meiner Sicht durchaus beabsichtigt und vollkommen legitim ist. Der Vergleich mit den beiden Filmen Nicht auflegen! und Panic Room ist gerechtfertigt, obwohl mich Grand Piano eher an den Erstgenannten erinnerte.
Von den angegebenen 90 Minuten Lauflänge dauert der Film allerdings nur 80, bevor der Abspann zu laufen beginnt.

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Fazit: Sehr spannender und intelligenter Thriller, der einen von der ersten Minute an in Atem hält. Die Schauspieler wissen allesamt zu begeistern und reißen einen mit. Aus musikalischer Sicht gesehen ist der Film ebenfalls nicht zu verachten.  Kurzweilig und hervorragend in Szene gesetzt, bietet Grand Piano ein wildes Katz- und Mausspiel, auch wenn Eugenio Mira das Thriller-Genre nicht neu definiert.

© 2014 Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Grand Piano (2013)

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