The ABCs Of Death (2012)

ABC

Originaltitel: The ABCs Of Death
Regie: Bruno Forzani ,Hélène Cattet. Kaare Andrews, Angela Bettis, Adrián García Bogliano, Jason Eisener, Ernesto Díaz Espinozo, Xavier Gens, Jorge Michel Grau. Noboru Iguchi, Thomas Cappelen Malling, Yoshihiro Nishimura, Banjong Pisanthanakun, Simon Rumley, Marcel Sarmiento, Jon Schnepp, Srdjan Spasojevic,Andrew Traucki, Timo Tjahjanto, Nacho Vigalond, Jake West, Ti Wes, Ben Wheatley, Adam Wingard, Yudai Yamaguchi ,Lee Hardcastle
Drehbuch: diverse
Kamera: diverse
Musik: diverse
Laufzeit: 129 Minuten (Uncut)
Darsteller:  Erik Aude, Iván González, Dallas Malloy, Kyra Zagorsky, Fraser Corbett u.a.
Genre: Horror
Produktionsland: USA, Neuseeland, Japan, Großbritannien, Indonesien, Spanien, Frankreich, Mexico u.a.
FSK: SPIO/JK: strafrechtlich unbedenklich (ungekürzt)

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Horror-Anthologie mit 26 Episoden, die je einem Buchstaben aus dem Alphabet zugeordnet sind. 26 Regisseure bekamen je ein Budget von 5.000 USD und sollten damit einen Kurzfilm produzieren, der nicht länger als 5 Minuten dauert und das Thema Tod behandelt. Den Regisseuren wurden dabei alle Freiheiten gelassen.

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26 Regisseure aus 15 Ländern gehen auf verschiedenartige Weise mit dem Thema Tod um. Da sind inhaltlich und visuell berauschende Episoden dabei (Dogfight, Orgasm, Apocalpyse), dann kommt ein ganzer Schwung Mittelmaß, der mal lustig, mal ernst, dann wieder abgedreht oder brutal ist, gefolgt von Geschichten, die mir so überhaupt nicht gefallen haben (Fart, Gravity, Hydro-Electric Diffusion. Jiday Geki).

Die Bandbreite ist wirklich sehr groß und bei einer Lauflänge von 5 Minuten je Episode ist es auch nicht weiter tragisch, wenn die ein oder andere Story daneben geht. Insgesamt ist der Film auf jeden Fall unterhaltsam, zeigt er doch auch, wie unterschiedlich Regisseure mit der Thematik umgehen.

In der deutchen FSK 18-Fassung sind 4 Geschichten komplett der Schere zum Opfer gefallen. Es handelt sich dabei um die Episoden „L is for LIBIDO“, „V is for VAGITUS“, „X is for XXL“ und „Y is for YOUNG BUCK“, deren Fehlen den Film um fast 25 Minuten (!!!) kürzer machen. Da dadurch nicht nur der Film, sondern auch das Alphabet zerstückelt wurde, benannte man dieses gekürzte Etwas  kurzerhand in „22 Ways To Die“ um. So einfach geht das mit der Zensur. Warum aber ausgerechnet „Vagitus“, „XXL“ und „Young Buck“ gestrichen wurden und nicht „Zetsumetsu“ bleibt mir allerdings ein Rätsel.

Auch wenn die ein oder andere Episode die Grenze des guten Geschmacks überschreitet, sollte man den Film komplett sehen, um eben die oben erwähnte Vielfalt und die Mentalitäten der verschiedenen Länder entdecken zu können. „Libido“ zum Beispiel ist sehr sexbezogen und wird so manchen Zuseher ekeln, aber dennoch fand ich die Idee und die Umsetzung sehr gut gelungen. Der letzte Beitrag mit dem Titel „Zetsumetsu“ ist (zumindest für mich) auch oft grenzwertig, erinnerte aber so manches Mal an die besten Werke des 2011 verstorbenen Ken Russell (Gothic, Der Höllentrip, Lisztomania, Tommy).

Die japanischen Beiträge waren fast allesamt uninteressant für mich, am schlimmsten und sinnlosesten fand ich die Furzerei in „Fart“, das war für mich eindeutig die schlechteste Episode.
Die beste Geschichte war, nach „Orgasm“, eindeutig „Dogfight“. Die Inszenierung und die Ästethik der Aufnahmen raubten mir echt den Atem. Und das Ende war cool … 😉
Außerdem fand ich den Knetmassen-Film „Toilet“ und die John Carpenter-„Sie leben„-Hommage „WTF!“ ziemlich gut.

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Fazit: The ABCs Of Death ist eine durchaus sehenswerte Horror-Antholgie, die vor allem durch ihren Abwechslungsreichtum besticht, auch wenn es Episoden gibt, die einem nicht zusagen. Durch die 5-Minuten-Dauer der Geschichten ist das Ganze aber ein sehr kurzweiliges Vergnügen, das man sich allerdings nur in der ungeschnittenen Fassung ansehen sollte.

© 2014 Wolfgang Brunner

3 Gedanken zu “The ABCs Of Death (2012)

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