The Man From Nowhere (2010)

Man

Originaltitel: Ajeossi
Regie: Lee Jeong-beom
Drehbuch: Lee Jeong-beom
Kamera: Lee Tae-yoon
Musik: Shim Hyun-jeong
Laufzeit: 119 Minuten
Darsteller: Won Bin, Kim Sae-ron, Kim Hee-won,  Kim Sung-oh
Genre: Action
Produktionsland: Südkorea
FSK: ab 18 Jahren

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Tae-Sik ist ein Pfandleiher, der vollkommen zurückgezogen lebt. Nur die Tochter seiner Nachbarin kommt ihn manchmal besuchen. Als die Nachbarin sich mit einem Drogenkartell anlegt, wird Tae-Sik unfreiwillig in die Sache hineingezogen. Die Nachbarin und ihre Tochter werden entführt und der Pfandleiher wird gezwungen, Aufträge für das Kartell auszuführen, damit er die Geiseln wieder sehen bzw. freibekommen kann. Doch das Kartell konnte nicht wissen, dass Tae-Sik eigentlich ein ausgebildeter Special Agent ist, der nun aufs Ganze geht, um Mutter und Tochter zu retten.

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Man muss sich erst einmal mit der Mentalität der Südkoreaner anfreunden, um Zugang zu The Man From Nowhere zu bekommen. Ich persönlich komme mit den manchmal fast schon peinlich wirkenden Slapstick-Einlagen nicht zurecht. Aber hat man sich erst einmal in die Charaktere hineinversetzt, wird man mit einem hervorragenden Thriller belohnt, der  den Vergleich mit Hollywood-Filmen nicht zu scheuen braucht.

Besonders gelungen fand ich die Musikuntermalung während des gesamten Films. Zum einen hat Shim Hyun-jeong einen wunderbaren Score geschaffen, der sehr klassisch rüberkommt und zum anderen werden diese ruhigen Musikstücke dazu benutzt, um auch actionhaltige Szenen zu begleiten. Dies hat den Effekt, dass der Film eine sehr gute Stimmung vermittelt und mich in einigen Passagen an „Der blutige Pfad Gottes“ erinnerte.
Die Actionszenen hätten so manches Mal von Quentin Tarantino stammen können und wirkten sehr überzeugend, genauso wie der sympathische Hauptdarsteller und die kleine Kim Sae-ron, die eine wirklich gute Leistung zeigte.
Die Handlung ist gut nachvollziehbar und birgt auch eine Wendung, die mir gefallen hat.
The Man From Nowhere ist in Korea der erfolgreichste Film im Jahr 2010 gewesen und hat 7 Korean Film Awards und 2 blue Dragon Awards gewonnen. Zurecht, wie ich finde.

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Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten bzgl. der koreanischen Mentalität, wurde ich mit einem sehr guten Action-Thriller belohnt, der vor allem durch seine wunderbare, ruhige Musik eine außergewöhnliche Stimmung für einen Actionfilm bietet. Hin und wieder läßt „Leon – der Profi“ grüßen 😉

© 2014 Wolfgang Brunner

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