Léon – Der Profi (1994)

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Originaltitel: Léon
Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson
Kamera: Thierry Arbogast
Musik: Éric Serra
Laufzeit: 127 Minuten (Director’s Cut)
Darsteller: Jean Reno, Natalie Portman, Gary Oldman, Danny Aiello
Genre: Action
Produktionsland: Frankreich, USA
FSK: ab 16 Jahren

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Die 12-jährige Mathilda wächst nicht gerade in den besten Verhältnissen auf: Ihre Mutter  arbeitet als Prostituierte, ihr Vater versteckt Drogen für den korrupten Polizisten Norman Stansfield. Als sich dieser eines Tages betrogen fühlt, richtet er kurzerhand die ganze Familie hin und nur Mathilda entgeht dem Massaker knapp. Verzweifelt bittet sie ihren wenig gesprächigen Nachbarn Léon um Hilfe, der sie nur widerwillig in die Wohnung lässt. Schon kurze Zeit später stellt sie fest, dass er sein Geld als Profikiller verdient. Sie beschließt ebenfalls Cleaner zu werden, um den Mord an ihrer Familie zu rächen…

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„Léon“ ist ein Actionfilm des französischen Filmregisseures Luc Besson und zählt zu einem meiner Lieblingsfilme. Selbst 20 Jahre nach seinem Erscheinen kann er immer noch mit heutigen Actionfilmen konkurrieren und diese sogar zum Teil noch übertreffen. Wie der Filmtitel erahnen lässt, geht es hier in erster Linie um den Auftragskiller Léon, der mit 19 Jahren in die Vereinigten Staaten fliehen musste und sich seitdem als „Cleaner“ durch die Welt schlägt und damit seinen Unterhalt finanziert.
Auf den ersten Blick sieht Léon jedoch nicht wie ein perfekter Mörder aus, sondern eher wie ein Außenseiter. Mit schwarzer Sonnenbrille, langem dunklem Mantel, Drei-Tage-Bart und Mütze ist er nur einer von vielen, der in einer kleinen Wohnung im Mehrfamilienhaus lebt. Das einzige, worum er sich hingebungsvoll kümmert, ist eine grüne Gummipflanze. Doch sobald er einen Auftrag bekommt, wird er zur kaltblütigen Maschine, die ihre Arbeit gnadenlos und ohne Fehler durchführt.
In diese, seine kleine heile, Welt platzt plötzlich die 12-jährige Mathilda, die durch gescheiterte Drogenschäfte ihres Vaters die ganze Familie verloren hat, darunter ihren vierjähriger Bruder, der ihr als einziger wirklich am Herzen lag.
Der psychopathische DEA-Agent Stansfield tötete ihre gesamte Familie wie in einem Rausch und Mathilda muss zu ihrem bisher eher unauffälligen Nachbarn Léon flüchten der für sie nun die einzige Bezugsperson darstellt.

Hier baut sich nun eine besondere Beziehung zwischen den beiden auf. Natalie Portman in ihrer wahrscheinlich jemals besten Rolle zusammen mit Jean Reno, der so etwas wie eine Vaterfigur verkörpert. Gejagt von Gary Oldmann, der hier seine Rolle als psychopatischer Cop meiner Meinung nach einfach brilliant spielt. Auch durch eine weitere Seite wird der Film außergewöhnlich gut untermalt, nämlich durch die Musik. Sie ist nie aufdringlich und wird sparsamer eingesetzt als in vielen anderen Filmen. Aber sie passt hier außerordentlich gut. Kamera und Schnitt sind ebenfalls positiv hervorzuheben. Ich empfehle aber den Director’s Cut, da dieser die vertrauensvolle Beziehung zwischen den beiden noch intensiviert.

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Fazit: Ein ausgezeichneter Actionthriller mit grandiosen Schauspieler, tollen Charakteren und einer tollen Story. Konsequent bis zum Ende und einer der wenigen Filme, die man noch getrost ein Meisterwerk nennen darf.

© 2014 Lucas Dämmig

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