Rigor Mortis – Leichenstarre (2013)

Rigor-Mortis-Leichenstarre-Blu-ray-Cover-FSK-18

Originaltitel: Geung Si
Regie: Juno Mak
Drehbuch: Philip Yung, Jill Leung, Juno Mak
Kamera: Man-Ching Ng
Musik: Nath Connelly
Laufzeit: 101 Minuten
Darsteller: Chin Siu-ho, Anthony Chan, Kara Hui, Lo Hoi-pang, Paw Hee-ching
Genre: Horror, Martial Arts
Produktionsland: Hong Kong
FSK: ab 18 Jahren

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Chin ist ein erfolgloser Schauspieler, der sich in einem riesigen Wohnsilo in Hongkong ein Appartment mietet, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch Yau, ein mysteriöser Bewohner des Hauses und, wie sich später herausstellt, einer der letzten Vampirjäger dieser Welt, rettet ihn.
Als Tung, der Onel von Yaus Frau stirbt, will diese ihn mittels Zaubertränken wieder zum Leben erwecken. Das Experiment gelingt, doch zu welchem Preis? Tung kehrt als Vampir wieder und stachelt weitere im Haus spukende Geister auf, die dort lebenden Menschen anzugreifen.

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Ich bin sehr zwiegespalten, was „Rigor Mortis“ betrifft. Einerseits hat mich die teils wirklich fantastische Optik fasziniert, andererseits kam ich mit der Handlung nicht wirklich zurecht. Hätte ich am gleichen Tag, als ich den Film angesehen habe, eine Besprechung geschrieben, wäre sie bedeutend schlechter ausgefallen, als sie es jetzt tut. 😉

Also: wie gesagt, die optische Umsetzung des Films war schon beeindruckend, wenngleich manche der CGI-Effekte nicht so ganz überzeugend rüberkamen.
Die Handlung ist, wie oben schon erwähnt, etwas gewöhnungsbedürftig. Klar unterscheidet sich die asiatische Machart von Filmen von der europäischer, was mich aber, wenn ich zum Beispiel an Akira Kurosawa denke, nicht weiter stört. „Rigor Mortis“ hingegen ist eine Herausforderung.
Wer einen Film wie „The Eye“ (das Original, nicht das flaue Hollywood-Remake), „The Grudge“ oder „Dark Water“ hofft, wird definitiv enttäuscht sein. „Rigor Mortis“ ist zwar ein Geisterfilm, aber hier wird auch mit Martial Arts-Kämpfen aufgewartet, die für mich nicht immer passend waren. Aber diese „Kleinigkeiten“ beachte ich mal nicht weiter, denn die sind schließlich Geschmackssache.
Die Handlung kommt wirr daher und wer nicht aufpasst, verliert schon nach kurzer Zeit den Faden und weiß nicht mehr, worum es überhaupt geht. Auch wenn ich nicht alle Handlungsstränge kapiert habe, so habe ich zumindest nach ein paar Tagen einigermaßen verstanden, was Juno Mak vermitteln wollte.

„Rigor Mortis“ ist kein Alltagsfilm, sondern ein anspruchsvolles Werk, das dem Zuschauer „Hirn abfordert“. Dennoch konnte mich der Film trotz guter Effekte nicht vollständig überzeugen. Für Cineasten auf alle Fälle sehenswert, alleine schon wegen der überwiegend visuell berauschenden Darstellung der Geisterwelt.

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Fazit: Kein Vampir- oder Horrorfilm, wie man ihn erwartet. Visuell beeindruckend wird eine wirre Story erzählt, die man erst nach längerem Nachdenken versteht (oder zumindest glaubt, zu verstehen). „Rigor Mortis“ hat mich im Grunde genommen enttäuscht, ich werde mir aber den Film aufgrund der Optik dennoch irgendwann einmal wieder ansehen.

© 2014 Wolfgang Brunner

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