The Loved Ones – Pretty in Blood (2009)

Loved Ones Poster

Originaltitel: The Loved Ones
Regie: Sean Byrne
Drehbuch: Sean Byrne
Kamera: Simon Chapman
Musik: Ollie Olsen
Laufzeit: 84 Minuten (uncut)
Darsteller: Xavier Samuel, Robin McLeavy, John Brumpton, Richard Wilson
Genre: Horror
Produktionsland: Australien
FSK: ab 18 Jahren (uncut)

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Eigentlich hat sich Brent seine Highschool-Abschlussfeier unbeschwerter vorgestellt: Immer noch in Trauer um den Verlust seines Vaters, an dessen Unfalltod der Teenager mitschuldig war, flüchtet er sich in Heavy Metal und maßlosen Graskonsum. Einziger Lichtblick ist seine bezaubernde Freundin Holly, mit der er plant, den Ball zu besuchen. Zu dumm nur, dass Lola – eine heimliche Verehrerin – samt ihrer Familie etwas gegen das junge Glück der zwei einzuwenden hat, getreu dem Motto: „Wenn ich ihn nicht haben kann, dann bekommt ihn keine andere!“. Und so wird im irren Haushalt des einsamen Mauerblümchens, dem heiß ersehnte Date mit dem Traumprinzen mit messerscharfen und tiefbohrenden Argumenten nachgeholfen…

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Es ist nicht einfach, in diesem Wald von Slasher- und Horrofilmen mit immer wiederkehrenden Themen und solchen die mal ein ordentlicher Film werden wollten, etwas originelles oder gar eine Filmperle zu finde. Bei „The Loved Ones“ kann man zumindest sagen, etwas Originelles gefunden zu haben, was von der grauen Masse absticht. Ich habe mir den Film wieder zusammen mit Jasmin angesehen. Im Voraus hatte ich ein paar Erkundigungen über dem Film eingeholt und wir waren recht gespannt ob der Film das halten würde, was ich mir davon versprochen hatte. Wir wurden nur teilweise enttäuscht. Es ist nicht der große Wurf, aber es ist zumindest ungewöhnlich für einen Debüt-Film.

Die Herangehensweise, in der man ein Mädchen zur mordenden Psychopatin macht, ist schon etwas, was man nicht alle Tage sieht. Das ganze ist auch teilweise derart witzig aufgezogen das wir beide öfters unfreiwillig lachen mussten. Man kann hier nicht wirklich von richtig hartem Horror sprechen, sondern eher von einer Art Horrokomödie. So zum Beispiel die seltsame Beziehung von Lola zu ihren Eltern und ihr prinzessinnenhaftes Auftreten als  „Horror-Barbie“ waren schon anders als man es gemeinhin von Psychopaten im Film gewohnt ist.

Nur leider wird den Nebenfiguren zu wenig Handlung vermittelt, sodass man vieles nur vermuten oder raten kann. Auch finden sich hier wieder ein paar Unwahrscheinlichkeiten, die den Film schlussendlich um seine Bestbewertung bringen.

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Fazit: Ein herrlich abgedrehter Film mit einem originellen Thema. Ziemlich erfrischend das Ganze, aber leider hätte der Film mehr sein können. Bei manchen Szenen fragt man sich, ob man wirklich gerade richtig gesehen hat. Für einen unterhaltsamen Filmabend unbedenklich zu empfehlen

© 2014 Lucas Dämmig

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