Into The Dark (2012)

Into-the-Dark-DVD-Cover-FSK-16

Originaltitel: Into The Dark
Regie: Mark Edwin Robinson
Drehbuch: Mark Edwin Robinson
Kamera: Eduardo Enrique Mayén
Musik: Jesse Voccia
Laufzeit: 111 Minuten
Darsteller: Mischa Barton, Ryan Eggold, Leah Pipes, Jaz Martin
Genre: Horror, Mystery
Produktionsland: Vereinigte Staaten
FSK: ab 16 Jahren

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Sophia verliert kurz nach dem Tod ihrer Mutter auch noch den Vater und sieht daher keinen rechten Sinn mehr in ihrem Leben. Als sie dann eines Tages den charmanten Adam trifft, wird sie wieder zuversichtlicher. Adam wohnt jedoch in einem alten Spukhaus und eines Nachts verschwindet er und hinterlässt nur eine blutige Spur.
Sophia ist überzeugt, dass das Haus ihren Freund geholt hat und er gestorben ist. Im obersten Stockwerk macht sie sich auf die Suche nach Adam und beschließt dabei, sollte es notwenidig sein, sogar ihr Leben für ihn zu lassen.

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Robinsons Film wird als eine Mischung aus „Paranormal Activity“ und „Ghost – Nachricht von Sam“ bezeichnet. Beides trifft meiner Meinung nach nur bedingt zu. Sicherlich gibt es in „Into The Dark“ eine Liebesgeschichte und natürlich auch paranormale Ereignisse, aber diese beiden Filme als Vergleich heranzuziehen, ist für mich schon etwas weit hergeholt. Da würde dann schon eher „Flatliners“ passen und in der zweiten Hälfte musste ich schon einige Male an David Lynchs „Twin Peaks“, übrigens eine der besten Serien aller Zeiten, denken. Aber auch hier würden Vergleiche hinken, ich fühlte mich halt einfach bei ein paar Szenen daran erinnert.

„Into The Dark“ beginnt ruhig und sehr ansprechend. Da wird der Tod, und das etwaige Leben danach, behandelt und eine wirklich nette Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf. Die beiden sympathischen Hauptdarsteller kriegen das gut hin und man nimmt ihnen die Romanze ab.
Ab der Hälfte des Films dringt dann das Paranormale in die Handlung, die ab diesem Zeitpunkt leider auch etwas wirr daherkommt und Logikfehler im Drehbuch aufweist. Vieles wird nicht wirklich erklärt und man versteht so einiges nicht.
Denoch macht der Film die meiste Zeit Spaß. Die Akteure sind überzeugend, die Synchronisation passt ebenfalls und der Regisseur kann eindeutig erzählen, wenn man mal von den besagten Logikfehlern absieht.
Wie oben schon erwähnt, erinnerte mich dann das letzte Drittel irgendwie von den surrealistisch wirkenden Bildern ein wenig an „Twin Peaks“, kann aber der Serie nicht annähernd das Wasser reichen.

Besonders gut fand ich die Rückblenden aus dem Leben von Sophia und Adam, die geschickt während einer Liebesszene und im Finale eingeblendet werden, um die große Liebe der beiden zu verdeutlichen. Das ist Robinson wirklich gut gelungen und hätte, zumindest bei der Liebesszene, durchaus länger sein können.

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Fazit: Insgesamt recht ansehnlicher paranormaler Thriller mit romantischen Einlagen, der allerdings durch einige Logikfehler etwas wirr daherkommt. Der eher ruhige Film hat mit auf dem Cover erwähnten Haunted House-Horrorfilmen wie z. Bsp. „Insidious“ und „The Conjuring“ relativ wenig zu tun, sondern setzt eher auf die Liebesgeschichte und eine daraus resultierende Liebe bis über den Tod hinaus. Für die meisten Horror- und Paranormal-Thriller-Fans sicherlich eine Enttäuschung, weil zu langweilig. Für Leute, die Independent Filmen auch gerne einmal eine Chance geben, ist „Into The Dark“ alles in allem doch im Großen und Ganzen respektabel.

© 2014 Wolfgang Brunner

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