Smokin‘ Aces (2007)

11986

Originaltitel: Smokin’ Aces
Regie: Joe Carnahan
Drehbuch: Joe Carnahan
Kamera: Tom Richmond
Musik: Mauro Fiore
Laufzeit: 104 Minuten
Darsteller: Ryan Reynolds, Ray Liotta, Jeremy Pive, Ben Affleck, Alicia Keys
Genre: Action
Produktionsland: USA, Frankreich
FSK: ab 16 Jahren

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Kartenmagier, Falschspieler und La Cosa Nostra-Gangster Buddy “Aces” Israel hat sich das FBI-Zeugenschutzprogramm und eine Aussage gegen seinen Ex-“Paten” Primo Sparazza ausgesucht, um gemütlich von der Bildfläche zu verschwinden. Der große Haken dabei ist Sparazzas “Kill Buddy-Aufruf”, denn eine Million Dollar Kopfgeld bescheren ihm gleich eine ganzen Horde Auftragskiller, die ihm buchstäblich das Herz rausreißen wollen. Dazu gesellen sich extra ausgesandte FBI Zeugenschutzengel und ein paar Kautionsjäger, die ihn in einem Stück nach Las Vegas zurückbringen sollen. Dass dabei wohl keiner der Beteiligten mit offenen Karten spielt, macht diesen Showdown endgültig zu einem verblüffenden Spektakel …

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Wer den Namen Joe Carnahan bisher nicht kannte, sollte sich zuerst sein brilliantes Drama Narc ansehen. Hier zeigt er in düsteren und eindrucksvollen Farben, was er drauf hat. Wer es jedoch etwas heftiger mag, dem sei „Smokin‘ Aces“ empfohlen. Die ersten paar Minuten des Filmes sind zwar etwas verwirrend und man braucht etwas, um die diversen Handlungsstränge und ihre Zusammenhänge zu verstehen. Doch wer gewaltiges Actionkino mag, kommt danach gewiss auf seine Kosten. Carnahan führt nämlich eine Menge schräger Figuren ein. Den Großteil nehmen dabei die diversen Auftragskiller ein. Außerdem findet hier Alicia Keys ihren ersten großen Filmauftritt, und zwar in einem Duo, das über Leichen geht.

Etwas problematisch ist nur, dass einige Figuren die Halbzeit des Filmes nicht lebend erreichen. Man wartet auf den Superstar Ben Affleck, doch dieser hat hier nur einen kurzen Auftritt. Dafür ist die Optik dieses Filmes einfach berauschend. Besonders gelungen sind die Szenen im Penthouse eines Hotels mit dem malerischen Lake Tahoe im Hintergrund. Doch auch die Actionszenen können sich durchaus sehen lassen, wenn die Kopfgeldjäger sich gegenseitig in die Quere kommen und dabei ganze Hoteletagen in Schutt und Asche legen. Die meisten Kritiken bemängeln jedoch die (wie ich finde durchaus gewollte) Überspitztheit des Filmes, der vor trockenen Sprüchen und Zynismus nur so sprüht. Doch diesen Film darf man nicht allzu ernst nehmen und wer so etwas nicht mag, sollte es sich gar nicht erst ansehen. Besonders gut gefallen hat mir der letzte Teil des Filmes ,der noch mit einer überraschenden Schlusspointe aufwarten kann.

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Fazit: „Smokin‘ Aces“ bietet einen durchgehenden Dauerrausch an Action. Dazu gibt es schnell geschnittene und parallel erzählte Szenen oder Rückblicke in schwarz-weiß. Zarte Gemüter werden übrigens des öfteren den Blick abwendenden müssen da es nicht gerade zimperlich zugeht. Der Film ist jetzt zwar nicht der ganz große Wurf, aber für einen vergnüglichen und unterhaltsamen Filmabend reicht er allemal.

© 2014 Lucas Dämmig

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