Inside – Was sie will ist in Dir (2007)

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Originaltitel: À l’intérieur
Regie: Alexandre Bustillo, Julien Maury
Drehbuch: Alexandre Bustillo
Kamera: Laurent Barês
Musik: François Eudes
Laufzeit: 83 Minuten
Darsteller: Béatrice Dalle, Alysson Paradis, Nathalie Roussel, François-Régis Marchasson
Produktionsland: Frankreich
FSK: ungeprüft; indiziert und beschlagnahmt

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4 Monate nach dem Autounfall, bei dem die schwangere Sarah ihren Ehemann Matthieu verloren hat, steht sie kurz vor der Entbindung ihres Kindes. Entgegen dem Rat ihrer Mutter sucht die junge Frau die Einsamkeit ihrer Wohnung auf, um mit sich und ihrem Schmerz allein zu sein, als sich eine unbekannte Frau dem Haus nähert und Einlass verlangt. Verängstigt ruft Sarah die Polizei, die aber nicht viel tun kann – ihre Hände sind durch die brutalen Ausschreitungen in den Banlieues gebunden.

Kurz nachdem die Polizisten verschwunden sind, taucht die unheimliche Frau erneut auf und verschafft sich Zugang ins Haus. Ihre brutale Gewalt lässt keinen Zweifel über ihre Intentionen: sie trachtet nach dem, was in Sarahs Bauch gewachsen ist …

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„Inside“ ist ein französischer Slasher und zählt meiner Meinung nach zu den besten mir bisher bekannten dieses Genres. Ich habe ihn mir zusammen mit Jasmin angesehen. Schon das Intro des Filmes mit aufwendigen GFX-Effekten und anschaulichen Bildern konnte uns überzeugen. Es war klar, dass wir es hier nicht mit leichter Kost zu tun bekommen würden. Die ersten ungefähr 20 Minuten des Films plätschern hinter einem Farbfilter vor sich hin, der die depremierte Stimmung der Protagonistin zum Ausdruck bringen soll (was auch hier ganz gut gelingt), bevor der Film dann Fahrt aufnimmt. Stell dir vor, eine dir unbekannte Frau steht Abends vor deiner Tür und verlangt Einlass. Und nicht nur das, sie kennt sogar deinen Namen und deine Lebensgeschichte. Wem würde da nicht das Herz in die Hose rutschen? Genau das passiert hier im Film und ich muss sagen, die Schauspieler bringen das ganz plausibel rüber. Die Protagonistin lehnt es natürlich ab, die unbekannte Frau herein zu lassen und ruft die Polizei, die aber keine Spur finden kann. Was dann folgt ist richtig schöner Horror, in dem mit Gore-Szenen nicht gespart wird. Die unbekannte Frau gelangt doch in das Haus während die Protagonistin schläft und steht plötzlich in ihrem Schlafzimmer. Und so nimmt das Drama seinen Lauf, es fließt reichlich Blut und es gibt auch mehrere (zum Teil unbeteiligte) Leichen. Der Soundtrack dazu schlägt alle Rekorde, besonders in den Schockmomenten ist ein wahres Crescendo zu hören. Leider gibt es ein paar Logiklöcher und Unwahrscheinlichkeiten, die dem Film die Bestnote verpatzen. Jedoch hält das Ende noch eine überraschende Erklärung bereit.

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Fazit: Das französische Horrorkino hat in den letzten Jahren die zweifelhafte Berühmtheit erlangt, besonders blutig und brutal zu sein. Einigen Menschen in Deutschland ist das zu hart, weshalb immer wieder eben solche Filme indiziert und/oder sogar beschlagnahmt werden. Wem das nichts ausmacht, wird von diesesm Film nicht enttäuscht werden. Er bietet ein meist solides Kino und gute Schockszenen. Insgesamt hat uns der Film recht gut gefallen.

© 2014 Lucas Dämmig

Ein Gedanke zu “Inside – Was sie will ist in Dir (2007)

  1. Das ist wirklich ein sehr harter Film, der schon fast die Grenzen überschreitet, wie es einst Olaf Ittenbach mit seinen Filmen gemacht hat.
    Spannend, anfangs sogar mit melancholischen (schönen) Szenen entwickelt sich „Inside“ tatsächlich zu einem Blutbad, wie ich es selten gesehen habe.

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