Cabin Fever (2002)

cabin fever

Originaltitel: Cabin Fever
Regie: Eli Roth
Drehbuch: Eli Roth, Randy Pearlstein
Kamera: Scott Kevan
Musik: Nathan Barr, Angelo Badalamenti
Laufzeit: 92 Minuten
Darsteller: Rider Strong, Jordan Ladd, James DeBello
Genre: Horror
Produktionsland: England
FSK: keine Jugendfreigabe

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Fünf Studenten wollen ihren erfolgreichen College-Abschluss in einer einsamen Waldhütte feiern. Es dauert nicht lange und sie bekommen Besuch von einem Jäger,  der sie blutspuckend um Hilfe bittet. Aus Angst, sich bei ihm mit einer gefährlichen Krankheit zu infizieren, töten die Jugendlichen den Mann.
Was sie nicht ahnen können: Sie haben sich bereits mit einem tödlichen Virus infiziert und durch den Mord an dem Jäger bekommen sie es auch noch zusätzlich mit Hinterwäldlern zu tun, die den Tod ihres Freundes rächen wollen.

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Quentin Tarantino hat über diesen Film gesagt, er sei die Zukunft des Horrorfilms. Da kann ich nur sagen: Na Mahlzeit, wenn „Cabin Fever“ die Zukunft eines meiner Lieblingsgenres sein soll, dann muss ich mich in Zukunft mit den „alten“ Streifen abgeben, denn wegweisend ist Eli Roths Waldsplatter definitiv nicht. „Cain Fever“ ist Trash pur, aber im Gegensatz zu Tarantinos Filmen einfach schlechter Trash.
Zugegeben: Es gibt die ein oder andere nette Idee, die aber leider den Film im Gesamten nicht retten kann. Die Dialoge und die Schauspieler sind teilweise nicht zu ertragen. Die Handlungsweisen sind oft nicht nachvollziehbar und die dummen Sprüche erinnern mich an meine Jugendzeit, als Peter Alexander noch der Star im deutschen Fernsehen war.
Eli Roth konnte sich wohl nicht entscheiden, in welchem Genre er „Cabin Fever“ ansiedeln soll. Vermutlich war etwas Ähnliches wie „Shaun Of The Dead“ geplant, herausgekommen ist aber eine misslungene Wanderung zwischen hartem Splatterfilm und peinlichem Teenie-Klamauk, der teilweise „wehtut“.
Roth hat mich auch mit seinen „Hostel“-Filmen nicht überzeugt. Doch hier war wenigstens eine Stimmung vorhanden, die in seinem Low-Budget-Spielfilmdebüt „Cabin Fever“ aus meiner Sicht völlig fehlt.

Eine Szene ist mir aufgefallen, die mich an David Lynchs Filme erinnert hat. Wie ich dann im Nachhinein feststellte, hat Eli Roth in seiner früheren Laufbahn als Regisseur mit ihm zusammengearbeitet. Diese schräge Szene in „Cabin Fever“ hat mir neben einigen gut gemachten Gore-Effekten gefallen,  ansonsten fand ich den Film teilweise sogar so unerträglich, dass ich nahe dran war, abzuschalten. Einzig die Liebesszene mit einem fantastischen „Song“ von Angelo Badalementi hat mich so einigermaßen überzeugt.
Ich bin trotzdem gespannt, was Teil 2 und 3 zu bieten haben.

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Fazit: Teilweise nerviger Teeniefilm, der sich nicht zwischen Klamauk und blutigem Splatter entscheiden kann und deshalb gehörig daneben geht. Die Dialoge der Protagonisten sind teilweise peinlich, ihre Handlungsweisen völlig unrealistisch, so dass „Cabin Fever“ einfach nicht wirkt und nicht im Gehirn haften bleibt. Eli Roth ist definitiv kein Regisseur für mich.

© Wolfgang Brunner

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