The Human Race (2013)

human race

Originaltitel: The Human Race

Laufzeit: 87 Minuten (Uncut)

Regie: Paul Hough

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80 Menschen werden aus ihrem Alltag gerissen und finden sich in einer Welt wieder, die aussieht wie die unsere. Dennoch spricht eine geheimnisvolle Stimme in ihren Köpfen von gewissen Regeln, die da lauten: Folge den Pfeilen oder Du stirbst! Bleibe auf dem Pfad oder Du stirbst! Wenn Du überrundet wirst, dann stirbst Du! Berühre nicht das Gras oder Du stirbst!
Verunsichert folgen die Menschen, die aus verschiedenen Schichten stammen, den Anweisungen und begreifen bald, dass sie tatsächlich um ihr Leben rennen …

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Der Film wird angepriesen als eine Mischung aus „The Running Man“, „Die Tribute von Panem“ und „Battle Royale“.
Okay, die Vergleiche hinken nicht wirklich, aber „The Human Race“ kommt an keinen der genannten heran. Mich persönlich hat die Handlung eher an „Predators“ mit Adrien Brody erinnert. Aber egal, wichtig ist, dass man getrost die Finger von diesem Streifen lassen kann.
Auch wenn der Anfang sogar noch vielversprechend wirkt, weil man echt keinen Schimmer hat, was da vor sich geht, gerät der Plot aber schon bald (nach ungefähr einer halben Stunde) in eine „Und täglich grüsst das Murmelt ier“-Köpfeplatz-Orgie. Was am Anfang noch wirkt, auch wenn es (wieder mal) CGI-Effekte sind, beginnt irgendwann leicht zu nerven, weil man es eben schon zig Mal gesehen hat.
Hough lässt seine Darsteller (die übrigens alle nicht besonders überzeugend sind, außer vielleicht die männliche Hautprolle) völlig charakterlos durch einen Parcour laufen und einen nach dem anderen auf die immer gleiche Art sterben. So kommt es, dass einem irgendwie völlig egal ist, wer als nächstes stirbt oder überlebt.

Spannung kommt so gut wie keine auf und auch das Ende ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Wer mitreden will, kann sich den Film anschauen, wer einen unterhaltsamen Splatterfilm erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.
Was mich aber am allermeisten genervt hat (und für mich den Film auch irgendwie „kaputt“ gemacht hat) waren die beiden taubstummen Darsteller. Es gab eine Szene, die endlos dauerte und in der nur mit hektischen Handzeichen über Sex diskutiert wird. Die weibliche Taubstumme empfand ich dabei als wirklich extrem nervig.

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Fazit: Anfangs ganz ansehnlicher Film, der mit (leider auch nur anfangs) überraschenden „Kopfplatzern“ a la „Scanners“ aufwartet, dann aber in ziemlich unsinnige und langweilige Gefilde abschweift. Der  Regisseur hat sich aus allerlei Filmen etwas abgeguckt, aber leider keine besonders gute Mischung hervorgebracht. Insgesamt eher eine Enttäuschung.

© 2014 Wolfgang Brunner

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