Upside Down (2012)

upsidedownbrrip

Originaltitel: Upside Down

Laufzeit: 108 Minuten

Regie: Juan Solanas

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In einem uns unbekannten Universum existieren zwei Planeten, die voneinander getrennt, aber dennoch miteinander verbunden sind. Die obere Welt gehört den Reichen, die untere den Armen.
Adam aus der unteren Welt verliebt sich in Eden, ein Mädchen aus der oberen. Obwohl Kontakte zwischen den Bewohnern der verschiedenen Welten verboten sind, widersetzt sich Adam dieser Bestimmung und muss nicht nur die Gesetze der Schwerkraft, sondern auch die  Konventionen beider Welten überwinden.

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„Beeindruckendes SciFi-Abenteuer in fantastischem 3D!! – So wird der Film beworben und macht sowohl von der Handlung wie auch den zu erwartenden Bildern neugierig.
„Upside Down“ erfüllt die Erwartungen leider nur teilweise. Solanas entwirft eine wirklich fantastische und durchaus glaubwürdige Welt, wenn er den Zuschauer in seine moderne „Romeo und Julia“-Interpretation einführt. Es klingt alles logisch und durchdacht, auch wenn Einiges unsere Vorstellungskraft übersteigt. Aber der Plot macht ungemein Spaß – zumindest anfangs.
Je weiter die Handlung nämlich voran schreitet und man sich an den wirklich überaus gelungenen und fantastischen 3D-Aufnahmen satt gesehen hat, entwickelt sich der Film zu einem 08/15-Liebesfilm, der plötzlich nicht mehr überzeugt. Das liegt aber nicht einmal an der absurden Idee zweier übereinanderliegenden Welten, sondern eher an der Entwicklung dieser Liebesgeschichte.
Jim Sturgess überzeugt in seiner Rolle zwar mehr als Kirsten Dunst, aber dennoch geben die beiden ein sympathisches Paar ab. Woran liegt es aber dann, dass man den beiden ihre Liebe nicht abnimmt?
Man erfährt nämlich nie, wie diese derart innige Liebesbeziehung überhaupt entstehen konnte, denn die beiden wurden als Jugendliche voneinander getrennt und haben sich über viele Jahre nicht mehr getroffen. Und plötzlich sieht Adam seine Freundin aus Jugendtagen im Fernsehen und setzt alles daran, die Liebe seines Lebens (?) wieder zu finden?
Das überzeugt leider nicht und hinterlässt am Ende (das zwar sehr gelungen und emotional ist, aber eben aus obengenannten Gründen nicht plausibel wirkt) einen faden Beigeschmack.
Die dreidimensionale Welt, die Solanas auf Film bannte, hat aber dennoch einen Reiz, dem man sich schwer entziehen kann.

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Fazit: Liebesfilm in absolut fantastischer 3D-Optik, der den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann zieht. Leider ist die Liebesgeschichte, die zwar mit zwei sympathischen Schauspielern großartig besetzt ist, nicht glaubwürdig genug, um aus dem Film einen visionären Meilenstein in Sachen „Liebe über alle Konventionen hinweg“ zu machen, wie es einst Lars von Trier mit seinem „Breaking The Waves“ geschafft hat. Für 3D-Fans aber dennoch absolut zu empfehlen.

© Wolfgang Brunner

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