Insidious 2 (2013)

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Originaltitel: Insidious: Chapter 2

Lauflänge: 106 Minuten

Regie: James Wan

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Nach den unheimlichen Ereignissen mit ihrem Sohn ist Familie Lambert ins väterliche Elternhaus gezogen, wo sie von der Großmutter aufgenommen werden. Alles scheint in Ordnung, dennoch will die Familie dem Spuk auf den Grund gehen. Dies führt zurück in die Vergangenheit des Vaters, der als Kind Ähnliches wie sein Sohn erlebt hat. Es gilt, Gegenwart und Vergangenheit zu verbinden, um den Dämonen siegreich entgegentreten zu können …

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„Insidious 2“ beginnt da, wo Teil 1 endete. Aber zuvor gibt es eine kleine Rückblende in die Vergangenheit des Vaters und der Zuschauer erfährt, dass dem Ähnliches als Kind widerfahren ist, wie seinem Sohn.
Komischerweise verfährt Wan im zweiten Teil seiner Gruselreihe aus meiner Sicht komplett anders: Das erste Drittel ist gut, das zweite driftet knapp am Kitsch vorbei (wie das Ende von Teil 1) und das letzte bringt den ganzen Film irgendwie wieder auf ein ansehnliches Niveau.
Ich ging an diesen zweiten Teil mit gemischten Gefühlen heran, hat mich der erste Teil im letzten Drittel leider sehr enttäuscht (nachzulesen hier).
Wie sich herausstellte, war der zweite Teil aber (zumindest in meinen Augen) bedeutend besser, da er auf weiten Strecken sehr durchdacht wirkte und voll mit verblüffenden Wendungen war.
So manches Mal musste ich tatsächlich sogar an David Lynchs Meisterwerk „Lost Highway“ denken, wobei „Insidious 2“ da nicht einmal annähernd mithalten kann.

Sicherlich findet sich der ein oder andere Schwachpunkt im Drehbuch was die Logik der Handlung betrifft, aber dennoch gibt es in „Insidious 2“ Szenen, die mir absolut gut gefallen haben. Zum einen wird sich zwar wieder an altbewährten Schockmomenten bedient, die aber immerhin gut eingesetzt wurden und ihre Wirkung zum größten Teil auch tun, zum anderen zeigt James Wan in diesem zweiten Kapitel seiner Filmserie gleiche Szenen aus verschiedenen Sichtweisen, die handlungstechnisch oft verblüffen.
Gegen Ende zeigt der Vater seine dämonische Seite. Das Ganze hat mich dann sehr an Jack Nicholsons Performance als Jack Torrance in Kubricks King-Verfilmung „The Shining“ erinnert. Es war eine sehr gute schauspielerische Leistung, die Patrick Wolsin da hingelegt hat.

Wie dann auch noch der erste Teil verbaut wurde, fand ich schon extrem gut.

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Fazit: „Insidious 2“ wirkt in seiner Handlung und dem Ideenreichtum bedeutend besser als Teil 1. Auch wenn an manchen Stellen die logischen Zusammenhänge fehlen, so ist der Film im Grunde doch eine recht ansehnliche Unterhaltung, die zudem auch noch so manchen Gänsehauteffekt verursacht.

© Wolfgang Brunner

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