Evil Dead (2013)

Originaltitel: Evil Dead

Lauflänge: 91 Minuten (uncut)

Regie: Fede Alvarez

*

„Evil Dead“ bezieht sich auf den Horrorfilm „Tanz der Teufel“ von Sam Raimi aus dem Jahr 1981.

Zwei Männer und drei Frauen treffen sich in einer einsamen Waldhütte, um einer der Frau beim kalten Drogenentzug beiszustehen.

In der Hütte riecht es verwest und die Gruppe entdeckt im Keller inmitten von getöteten Katzen ein mysteriöses Buch. Als einer der Männer unbeabsichtigt ein paar Worte daraus laut vorliest, erweckt der das Böse.

*

Mit „Remakes“ bzw. „Neuinterpretationen“ alter Kultfilme ist das immer so eine Sache. So waren bereits vor Kinostart laute Rufe zu hören, dass der Klassiker „Tanz der Teufel“ nicht wiederverfilmabar wäre.

Regisseur Fede Alvarez schafft aber meiner Meinung nach ein kleines Kunststück mit seinem Film. Fast schon mit Fingerspitzengefühl nähert er sich der alten Raimi-Story, der übrigens zusammen mit dem damaligen Hauptdarsteller Bruce Camübell mitproduziert hat, und bringt dennoch frischen Wind in den Handlungsablauf. Mit „frischem Wind“ ist aber erfreulicherweise nicht eine Anhäufung von computeranimierten Spezialeffekten gemeint, sondern eine eigenständige Interpretation der Geschehnisse. Wobei mir immer noch, wie beim ersten Film, die Logik der Handlung verborgen bleibt. Aber es ist ein Horrorfilm, der unterhalten soll, und da spielt in erster Linie die Atmosphäre und die Schock-, bzw. Splattereffekte eine Rolle.

Alvarez schafft eine wunderbare Stimmung, die tatsächlich an die Filme der 80er Jahre erinnert und fernab von Edelproduktionen wie „Daybreakers“ oder „World War Z“ ist.
Das ist es auch, was (für mich) den Film ausmacht und vor allem sehenswert macht. Die Masken und Splattereffekte sind „Handmade“. Oft fühlte ich mich an die alten Peter Jackson Filme („Bad Taste“ und „Braindead“ ) und die guten alten Zombiefilme erinnert.

Mit Blut wurde nicht gespart und im Zeitalter von HD wirken die Aufnahmen wirklich gut und glaubhaft.

Mir hat der Film sehr gut gefallen und ich empfinde ihn als würdige Neuinterpretation von Raimis Klassiker.

Warum der Film allerdings in zwei Fassungen (FSK 18: 90 Minuten und SPIO/JK: 91 Minuten) auf den Markt kommt, bleibt mir ein Rätsel. Eine Uncut Version als FSK 18 zu veröffentlichen, hätte durchaus gereicht.

 *

Fazit: Aus meiner Sicht gelungene Neuinterpretation des Sam Raimi Klassikers mit glaubhaften Effekten, die nicht aus dem Computer stammen und daher enorm Spaß machen, und jeder Menge Blut.

© Wolfgang Brunner

Ein Gedanke zu “Evil Dead (2013)

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